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Holler mitten in Brasilien

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Schaut da mal genau hin! Da neben der Palme.  Ein Hollerbusch.  Ist das nicht toll? Ich glaube, es ist ein Sambucus edulis. Er soll in der Mata Atlantica dem Küstenregenwald, an dessen Rande wir leben, heimisch sein. Nur gesehen habe ich ihn bisher noch nicht. Zumindest ist er mir so mitten im Wald noch nie aufgefallen. Umso erstaunter war ich, als ich vor einem Monat bei einer Bekannten obiges Exemplar im Garten entdeckte. Jetzt muss mir Mutti keinen Hollersirup mehr schicken. Werde ihn im nächsten Jahr selbst machen. Wenn noch ein paar Blüten übrig bleiben, werde ich auch noch Hollerkiache machen. Aber als aller erstes werde ich mir einen Steckling vom subtropischen Hollerbusch schenken lassen und ihn auf dem Sitio Verde pflanzen, unserem Stücklein Erde. Jedenfalls hatte ich mich riesig gefreut den brasilianischen Verwandten vom bayerischen Hollerbusch gefunden zu haben..... Juhu Wir sitzen unterm Hollerbusch und machen alle husch, husch, h...

Fasching in Antonina

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Wenn ihr denkt, der Fasching von Brasilien beschränkt sich auf Rio de Janeiro oder auf Salvador de Bahia, liegt ihr ganz schön falsch. Antonina ist zwar nur ein kleines Städtchen, aber im Fasching wird hier gross aufgetrumpft. Da kommen von überallher die Carnevalesken und für fünf Tage herrscht Ausnahmezustand. Sogar Samba-Schulen treten mit ihren wunderschönen Alegorien auf, ziehen durch die Strassen, ein anderer Tag ist den "losen" Blöcken gewidmet und einer den Skandalösen. Letzterer ist für uns immer der ganz besondere Höhepunkt. Da verkleiden sich die Männer als Frauen, manche Frauen als Männer, manche auch nur einfach so. Jedenfalls ist es sehr lustig, die Verkleidungen zu sehen, die "Skandalösen" und überhaupt. Es wird gefeiert, getanzt und gelacht bis vier Uhr morgens.... Aber seht selbst.... Alessandro und Nachbar Fernando Alessandro und ich  ich und zwei Skandalöse noch mehr skandalöse und sogar die Barbies und der Ken ...

Besuch vom Chamäleon

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Ist der nicht hübsch? Alessandro hatte gemäht und das kleine grüne Tierchen aufgeschreckt. So schnell ist er die Holzwand unserer Hütte hinauf, dass er gar keine Zeit hatte, die Farbe zu wechseln. Da sass er und schaute nur, was diese Menschen da mit "seinem Haus" anstellen. Bis zum abend sass er stumm und still herum. Da war er dann schon nicht mehr grün, sondern braun. Die Katzen hatten ihn zum Glück nicht entdeckt. Die meisten Echsen, Gegckos und Chamäleons entkommen den Katzen allerdings. Nur morgens, wenn sie noch nicht so schnell sind, kann es passieren, dass die Katzen gewinnen, was aber selten der Fall ist. Ich spritze sie zudem mit Wasser voll, wenn ich bemerke, dass sie einer Echse nachzustellen versuchen. Ein paar der Felltierchen haben so schon das Interesse an Echsen verloren. Links am Bildrand ist unsere Monsterzucchini zu sehen. Sie wächst seit Wochen im Rasetempo und nimmt schon etliche Quadratmeter ein. Ich habe es mittlerweile aufgegeben, zu zählen, wi...

a guads neis

a guads neis ench oin Südbayerisch. Ab und zu erinnere ich mich noch daran. Manchmal lege ich auch Haindling auf oder singe beim Gassigehn mit den Hunden so schöne Kinderlieder wie "gei mei pipihendal gei pipi, gei mei pipihendal do dukst di". Wenn es ganz dick komt hole ich den Asterix und Obelix auf oberbayerisch hervor, lege mich in die Hängematte und mache es mir lustig. Alessandro denkt dann, ich lache über die Palmen, die Vögel oder das Chamäleon. So ist das. Hier in der Ferne rückt die heimatliche Mundart näher an mich heran. So nahe, dass mich Alessandro immer fragt, ob das Wort oder der Satz, den ich ihm erklärt habe, jetzt bayerisch sind oder "richtiges" deutsch. Ausserdem mokiert er sich über mein bayerisches Portugiesisch, weil ich das "er" am Ende wie "ea" ausspreche. Da wird die vier zur "via", mein Maier zum Maia und die portugiesischen Verben, die mit er enden werden zu ganz neuen bayerisch-portugiesischen Verben. S...

Weihnachts-Recycling

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Liebe Leute, Euch allen ein ganz dolles Weihnachtsfest! Das Foto habe ich gestern (Sonntag, 23.12.2012) gemacht. Der Weihnachtsbaum stand die ganze Zeit so irrsinnig motiviert hinter meinem kleinen Marktstand herum. Er war so motiviert, dass er mir erst auffiel, als ein Kunde sagte: "schau mal, dem Weihnachtsbaum wächst ein Lichtmast aus dem Kopf". Das stimmt. Was aussieht wie ein Baum, ist gar keiner. Vielmehr wurde ein Lichtmast mit einem Maschendrahtzaun umwickelt. Den Maschendrahtzaun wiederum haben sie mit angemalten PET-Flaschen-Blumen/Sternen geschmückt. Sieht eigentlich ganz nett aus und ist noch dazu ökologisch wertvoll, weil so etliche leeren Coca-, Fanta-, Guaraná-, Cini-Plastikflaschen nicht im Müll, sondern im Bastelstudio gelandet sind und zu Weihnachtsschmuck recycelt wurden. Wer da gebastelt hat, weiss ich nicht....

Weihnachten

Nikolaus verpasst.   Und schon fehlen nur noch 11 Tage bis Weihnachten.   Ich schwitze mich durch die besinnliche Zeit.   Bald ist Sommeranfang, dann wird es noch heisser.   Vor mir ein Handtuch, ein Fächer, ein Glas Wasser.   Bei 40 Grad im Schatten helfen diese Utensilien auch nicht viel.   Egal.   Bald ist Weihnachten und ich hoffe, ich werde es nicht vergessen, denn auch nach acht Jahren habe ich mich immer noch nicht an die verdrehten Jahreszeiten gewöhnt. Dass das Weihnachtsfest hier in Brasilien nicht besinnlich, sondern lustig, fröhlich und Partymässig ist, macht mir indes nicht viel aus. Passt doch eine Party viel besser zum Sommer als eine "Stille Nacht".   So, jetzt werde ich mal wieder nach draussen gehen, das mit Klimaanlage notdürftig gekühlte Internet-Cafe verlassen, mich durch die Strassen hindurch zur Bushaltestelle schwitzen.....   Euch allen ein   SCHÖNES WEIHNACHTSFES...
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Auto hin. Daumen von Katze gebissen. Rindensaft ins Auge gespritzt. Glasscheibe vom Backofen zerplatzt. Aber es geht mir gut.  Jetzt im Frühjahr ist Schlangenzeit.  Die meisten sind zum Glück recht scheu und unsere Katzen leisten zudem gute Arbeit im Verscheuchen der Kriechtiere ( wenn sie nicht gerade meinen Daumen beissen - die Katzen ...). Das ist eine Caninana. Eine ungiftige Schlange, die sehr zutraulich ist.... Sie war oben auf dem Zufahrtsweg gemähchlich dahin geschlängelt, als wir sie entdeckten.  Gute zwei Meter war sie lang. Als ihr das Beobachtetwerden zu viel wurde, hat sie sich auf ins hohe Geäst der Bäume gemacht.  Hier das Suchbild dazu..... Aber selbst im Gras ist sie nur schwer auszumachen.