Dienstag, August 30, 2016

Bambussäbeln



Habe den herrlichen Wintertag mit seinen 25 Grad und Sonne genutzt und draußen im Schatten der Bäume gearbeitet. Umgesägten Bambus ausgeastet, klein geschnitten und glatt gesäubert. Morgen werde ich wahrscheinlich meinen Muskelkater ein wenig mit Arnika- und Rosmarinöl pflegen. Meine Muskeln in Beine, Armen, Rücken spüre ich schon jetzt. Kein Problem. Es ist angenehm, den Körper zu spüren. Zu wissen, dass er immer noch Einiges leisten kann, tut gut.

Morgen werde ich die Bambusstücke zerteilen. Es sollen Übertöpfe daraus entstehen. Carol will sie für ihre Palmen und ihre Freundin will auch noch fünf. Wahrscheinlich werden wir noch ein-zwei Stangen vom Bambusa vulgaris umschneiden müssen. Der ist zu unserer Freude endlich erntereif.

In den Büchern steht, dass er nach drei bis fünf Jahren schon Stangen liefert. Das stimmt so nicht ganz. In Wirklichkeit sind es sechs bis acht Jahre. Die ersten wenigen Sprossen entwickeln sich zu dünneren Stangen. Erst nach drei oder vier Jahren wachsen mehrere Sprossen mit dem gewünschten Umfang von 12 oder mehr Zentimetern. Die müssen dann aber nochmal mindestens zwei Jahre stehen bleiben, damit sie Lignin einlagern, das ihnen die entsprechende Härte gibt.

Erntereifer Bambusa vulgar

Samstag, August 27, 2016

Rohrbruch der x-te


Irgendwo plätschert es idyllisch vor sich hin. Bilder von einem kleinen Wasserfall steigen in mir auf. Dann gesellt sich das von dem Zimmerbrunnen dazu, den mir meine Ma mal aus Ton gebastelt hat. Während ich so den gerade umgesägten Bambus ausaste, genieße ich das Geräusch des Wasserfallbrunnens.

Stopp. Wir haben keinen Plätscherbrunnen und es ist auch kein Wasserfall in der Nähe. Dann ganz langsam kriecht die Gewissheit vom vollen Wasserreservoir in meine Gedanken. Also lass ich alles stehen und liegen, laufe zum Haus und drehe den Haupthahn zu. Ich schnappe mir einen Kübel und laufe ums Haus herum, um ihn unter den Überlauf zu stellen und das Wasser aufzufangen. Aber da ist alles trocken. Eigentlich müsste es da doch plätschern. Wenn das Reservoir voll ist, ergießt sich der Überschuß normalerweise über das Überlaufrohr. Nur dieses Mal nicht.

Mist. Wo  kommt das Plätschern her? Nein, es wird doch nicht schon wieder das Rohr über dem Bad geplatzt sein? Kurz später stehe ich im Bad und schaue zur trockenen Decke hinauf. Dann stehe ich in der halbfertigen Wohnküche und schaue vor mich hin, während es fröhlich weiter plätschert. Wie lange braucht so eine Menschin, bis sie das Problem erkennt?

Dann sehe ich die Quelle des Geräusches. Das Wasser fließt die Wand herunter. Rohrbruch über der Holzdecke, dort wo das Verbindungsstück für den Wasserhahn der Spüle sitzt.

Zwischen unserem neuen Kachelofen und der Wand hat sich ein Schwimmbecken gebildet. In dem trohnt mittendrin das Sofa.

Rohrbruch der weiß nicht wie vielte. Jetzt werden wir es so machen, wie Geraldo vorgeschlagen hat. Unters Dach kommt statt der hier üblichen Plastikrohre ein Hochdruckschlauch und fertig.

Seufz. Die Arbeit will nicht ausgehen. Ich glaube, ich gehe jetzt erst einmal zur Nachbarin, um einen Kaffee  zu trinken...

Montag, August 08, 2016

Rio 2016 mit Hindernissen

Olympische Ringe mit Pflanzen aus unserem Regenwald

Wir schlängeln uns herum, um die "Obstáculos". Schwupp kommt schon wieder eins. 

Kaum stehen die Fußballer auf dem "campo" macht es plopp und wir versinken in der Dunkelheit. Der Sturm des Kerzenturms beginnt. Zack gibt es eins gegen das Schienbein. Die Bank ist im Weg gestanden. Rums fällt all der Krimskram aus dem kleinen Regal, auf dem das Telefon steht und das irgendwo in seinen Fächern die jetzt so dringend notwendigen Kerzen beherbergt. 

Wir finden sie und als Belohnung bekommen wir kurz nach dem Anzünden der alternativen Lichtquelle wieder Strom ins Haus. 

Die Seleção spielt immer noch so völlig lustlos vor sich hin. Viel haben wir nicht verpasst, Tor ist ja auch keins gefallen. 

Wir schaffen es sogar, die Pause zwischen den Halbzeiten ganz ohne Stromausfall zu verfolgen. Bevor es wieder Dunkel geworden ist, habenwir  so Wichtiges wie Werbung gesehen und die enttäuschten Kommentare der Reporter gehört. 

Die nächste Dunkelwelle meistern wir mit Bravour. Die Kerzen stehen schon auf dem Tisch bereit, die Streichhölzer liegen bereit. Wir schaffen ein Rekordtempo beim Run des Kerzenlichtanzündens und machen uns auf zur Meisterung der Internethürde.

Bevor die Akkus von Laptop und Ruraltelefon den Geist aufgeben, gilt es, im Internet die Live-Ticker auszumachen, um das Spiel wenigstens schriftlich verfolgen zu können. Der Livestream per Video funktioniert nicht, da kommen für unsere Antenne wohl zuviele Wellen auf einmal an.

Unsere Suche wird von einem Plipp unterbrochen. "Die Kapazität ihrer Batterie liegt bei 14 Prozent. Hängen sie ihren PC ans Netz, um eine weitere Benutzung zu gewähren", rät uns der Laptop-Schiri. Er hat wohl übersehen, dass der Laptop schon am Netz hängt. Aus dem kommt aber kein Strom.

Als Überraschungselement bei unserer ganz privaten Olympiade kommt er dann wieder mit einem Summ, der Strom. 

Es ist immer noch nicht viel auf dem Spielfeld im Mané Garrincha-Stadion passiert. Die Iraker haben kein Tor geschossen und auch die Brasilianer nicht. Es wird ein schales Unentschieden. Aber wir, wir haben gewonnen, gewonnen im Kerzenlauf, im Stromhürdenlauf und überhaupt, ganz abseits von all den Rampenlichtern und am Rande des Regenwaldes.

Warum ausgerechnet jetzt Strom und Internet so instabil sind, bleibt ein kleines Geheimnis. Wahrscheinlich gucken alle gleichzeitig Olympiade und strapazieren ein wenig das Stromnetz. 


Donnerstag, August 04, 2016

Wir olympiadeln

Jetzt hat sie angefangen, die Olympiade. Zwei Tage vor der eigentlichen Eröffnung hat der Frauenfußball den Auftakt gegeben.

Schön haben sie gespielt, die Fußball-Mädels Brasiliens. Und ich darf darüber schreiben. Da kommt auch schon das erste Dilemma: FrauenMANNschaft.

Warum heißt es eigentlich "FrauenMANNschaft"? Wenn die Männer spielen sagt ja auch keiner "HerrenMANNschaft".

Ich hätte ja auch die "Frauenelf" schreiben können. Aber das hört sich an wie Elfen. Passt nicht wirklich zum Fußball. Obwohl, wenn jemand schreibt, "die Löw-Elf" denkt ja auch keiner an tanzende Elfen.

Team?  "Das Team der Marta", der Brasilianerin, die fünfmal zur besten Fußballerin der Welt gekürt worden ist. Geht auch nicht. Bei Team steigen Bilder von einer Arbeitsgruppe in mir auf, die irgendwo mit geschniegelten Anzügen in gläsernen Sälen herumsitzt.

Ja Herrschaftzeiten, dann bleibt ja nur noch die FrauenMANNschaft, wo doch die Männer da gar nichts verloren haben, mit Ausnahme des Trainers und des Schiedsrichters vielleicht.

Frauenschaft? Frauenschaft. Wie sich das anhört. Frau schafft an. Frauschaft. Das schaffen die Frauen.

Ich sollte es mit der brasilianischen Bezeichnung halten. Da geht die "seleção", gesprochen "selesau", aufs Spielfeld, die Auswahl. Bei der Auswahl ist es völlig wurscht, ob die aus Männern oder Frauen besteht. Die Bezeichnung ist sogar weiblich. "A seleção" heißt es. "A" ist der weibliche Artikel.

Dienstag, Juli 12, 2016

Vom Bambushorst zur Pergola





Fertig ist die Bambuspergola, die wir für die Umweltorganisation Ademadan gebaut haben. Gestern habe ich die letzten Feinarbeiten erledigt und die Verbindungen mit Silikon verschlossen. Damit soll vermieden werden, dass Regenwasser eindringt. Immerhin steht die Pergola ja im Freien. Was noch fehlt ist ein imprägnierender Anstrich mit einer Art Harz. Das wollen die Jungs und Mädels von der NGO selbst übernehmen.

Die wichtigsten Verbindungen sind verschraubt. Verwendet haben wir dazu Gewindestangen mit einem Durchmesser von acht Millimetern, Muttern und Beilagscheiben, und das Ganze nach ein paar Tagen noch einmal nachgezogen, weil Bambus, so wie auch Holz, arbeitet und sich die Schraubverbindungen anfangs wieder lockern.

Bei den Ziergittern auf den Seiten sind die dünnen Bambusröhrchen einfach in vorgebohrte Löcher eingesetzt. An den beiden Enden werden die zwei Trägerbambusse wiederum mit einer Gewindestange zusammen gehalten.

Die vertikalen und horizontalen Stangen werden durch Metallhaken miteinander fixiert, nachdem wir an der Oberseite der "Beine" vorher noch ein "Fischmaul" ausgesägt haben, damit die Querstangen besser aufsitzen.

Um die Pergola standfest zu bekommen, haben wir die sechs tragenden Elemente aufgebohrt und mit Beton ausgegossen. Da sie auf einem Sockel mit einer Eisenstange in der Mitte aufsitzen erhalten sie dadurch Stabilität.


Auf den folgenden Bildern könnt ihr die Fixierung der Standbeine besser sehen:



Jetzt hoffen wir, dass die Pergola fleissig nachgeahmt wird. Ziel war es ja schließlich, zu zeigen, was aus dem Bambus alles gemacht werden kann, der hier wächst. Verwendet haben wir deshalb auch eine Bambusart (Bambusa vulgaris), die in unserer Region stark verbreitet ist. Auf fast jedem landwirtschaftlichen Hof oder Landanwesen ist davon ein Horst zu finden. Auch wenn er wegen seines krummen Wuchses für Baustrukturen und von Architekten nicht verwendet wird, kann mit ihm doch eine rustike Pergola oder ein Carport gebaut werden. Praktisch daran ist, dass er direkt vor der Haustür wächst und das Baumaterial deshalb nicht von weit her angekarrt werden muss.

Und so sieht das Ergebnis aus:


In der nächsten Woche soll die Pergola während des "Festival de Inverno" (Winterfestival) mit einem "Fandango" eingeweiht werden, typischer Musik und Tanz der Küstenregion Paranás.


Sonntag, Juli 03, 2016

Katzenjoga


Nanu, was macht der Mensch denn da?

Keine Ahnung. 
Los, lass uns rauf hüpfen. 
Von da oben gibt es bestimmt eine tolle Aussicht!

Mann, jetzt halt doch still du Menschlein. 
Wie sollen wir denn bei deinem Herumgewedle die Aussicht genießen?

Samstag, Juli 02, 2016

Die Gürteltiere sind wieder da


Ein Tatu-galinha (Gürteltierjunges) versucht die
Böschung hinauf zu klettern
Sie sind wieder da die Tatus, die Gürteltiere. Seit einem Jahr habe ich sie vermisst. Vielleicht ist es auch noch länger her, dass ich sie oder ihre Spuren nicht mehr gesehen habe. Ihre Spuren sind unmissverständlich. Mit ihrer Schnauze und ihren bekrallten Beinchen graben sie des nächtens  auf der Suche nach Käfern, Larven und anderer Nahrung alles um. Meine Gemüsebeete haben sie angesichts der dort lockeren Erde heiß und innig geliebt. Dann waren sie plötzlich verschwunden.

Ein Freund sagt, sie tauchen nur im Winter auf, verlassen ihre Erdhöhlen nur dann, wenn es nicht mehr so heiß ist. Nach meinen Aufzeichnungen aus den vergangenen Jahren waren sie jedoch beinahe das ganze Jahr aktiv.

Warum sie wohl eine Pause eingelegt hatten? Vielleicht hat sie die extreme Hitze des vergangenen Jahres lieber in ihren stets temperierten Erdhöhlen verbleiben lassen. Aber sie müssen sich doch ernähren.

Weil ich irgendwo gelesen hatte, dass sie sich auch von Ameisen und Termiten ernähren, habe ich sogar toleriert, dass die Blattschneiderameisen unsere Hibiskushecke in ein kahles Ästegerüpp verwandelt hat. Ich wollte ihnen ihr Nahrungsangebot erhalten. Dabei ist der Regenwald mit seiner Humusschicht ein reich gedeckter Tisch für sie.

Bei der Suche nach Nahrung hinterlässt das Gürteltier
aufgewühlte Erde und damit untrügliche Spuren
Doch erst jetzt haben wir wieder Spuren eines Gürteltieres gefunden. Neben dem Wegrand durch den Wald hat ein tatu die Erde durchwühlt und Häufchen und Löcher hinterlassen. Auch einer der Nachbarn hat rund um sein Haus wieder Tatu-Spuren gefunden. Wie gut, dass sie zurück sind.

Tatu-galhina (Dasypus novemcinctus) heißt die Art, die bei uns vorkommt. Es ist eine der elf in Brasilien vorkommenden Gürteltierarten, das eine Größe von 60 cm bis zu einem Meter erreichen können soll. Das größte, das wir bisher gesehen haben, dürfte von Schnauze bis zur Schwanzspitze etwa 80 cm gehabt haben. Wir waren in unserem Holzhüttlein gerade dabei, das Abendessen zu kochen, als von draussen grunzende und schlürfende Geräusche ertönten.

Wie Igel schmatzen auch Gürteltiere lautstark beim Fressen. Beide hatten wir ruckzuck Taschenlampen geschnappt, um nachzusehen, was vor unserem Häuschen da vor sich geht. Damals waren die Geräusche des Regenwaldes noch neu für uns. Das Gürteltier hat uns keinen Blickes gewürdigt, ist seelenruhig zwischen den Katzen hindurch spaziert und hat alle daumlang seine Schnautze in den Boden gerammt, um sich an Kleintieren gütlich zu tun. Später haben wir gelernt, dass das Tatu-galinha fast nichts sieht und beinahe taub ist. Deshalb fliehen sie in der Regel auch nicht, es sei denn, sie bekommen den Geruch vom Menschen in ihr äußerst feinsinnige Näschen.

Leider kommen sie in manchen Regionen nur noch selten vor. Nach wie vor wird wegen ihres nach Huhn schmeckenden Fleisches Jagd gemacht. Auch wenn das verboten ist, gibt es dennoch einige betuchtere Brasilianer, die den Wilderern Tatus abkaufen.

Advocado mit Zucker und Maionese


Eine der Nachbarinnen hat ein paar Avocados vom Baum in ihrem Garten vorbei gebracht. Toll, sagt Alessandro, schnappt sich eine, stückelt das Fleisch in den Mixer, gibt beinahe ein Viertelpfund Zucker hinzu, etwas Milch und vermischt das Ganze. Kurz später hält er mir stolz einen Becher mit einer grünlichen, dicken Masse und einen Löffel entgegen.

Mir klebt der Mund zusammen. Pappsüß und irgendwie seltsam schmeckt die süße Advocadopampe.

Und?, fragt mich mein Süßer voller Spannung
Mmh, irgendwie seltsam, gebe ich zur Antwort während ich versuche, diesen ewig süßen Geschmack im Mund mit Wasser hinunter zu spülen.

Aber schmeckt doch lecker, oder?
Äh, ich glaub, ich bevorzuge die Avocado lieber im Salat oder mit Maionese.
Maioneeeeeeese?
Logisch, Maionese oder Zitronensaft.

Er verzieht das Gesicht und klärt mich auf, dass "abacates" in Brasilien süß gegessen werden. Jetzt verziehe ich das Gesicht und kläre ihn auf, dass Avocados in Süddeutschland sauer verspeist werden.

Macht nix. Jeder von uns ißt sie schließlich auf seine Weise. Wir haben ja genug. Die Kerne heben wir auf, um mal wieder eine Pflanzaktion zu wagen. Etliche Bäumchen haben wir schon vorgezogen, um sie dann ausgepflanzt im Garten den Blattschneiderameisen zu überlassen. Auch wenn auf einigen Nachbarhöfen stolze Advocadobäume in die Höhe ragen, haben wir es noch nicht geschafft, sie über die Ein-Meter-Grenze hinaus zu bekommen. Wir geben nicht auf. Irgendwann einmal wird es auch bei uns klappen.


Freitag, Juli 01, 2016

Fischotter zu Besuch


Sumpf im Regenwald: Heimat von Krebstieren und Fischotter
Stell dir mal vor, was ich gerade gesehen habe?, sagt mein Süßer als er atemlos angerannt kommt und beantwortet seine Frage gleich selbst. Einen "lontra", einen Fischotter, im Sumpf, am Ende des Weges hinter dem Brunnen.

Toll. Bei uns wohnt ein Fischotter. Vor Jahren haben wir einmal eine kleine Gruppe mit ein paar Erwachsenen und etlichen Jungtieren gesehen. Sie hatten die Teerstraße überquert, als wir gerade mit dem Auto auf dem Heimweg waren. Die Abenddämmerung hatte schon eingesetzt. Ich hatte das Auto mitten auf der Straße angehalten, um sie passieren zu lassen. Alle liefen sie von der einen auf die andere Seite. Nur ein kleiner Otter traute sich nicht, hielt an, lief zur Seite, machte ein paar Schritte zurück und wieder vor und noch einmal zurück. Die anderen hatten schon die andere Straßenseite erreicht. Dort warteten sie aufgeregt an der Böschung auf ihren Nachzögling. Ein paar Sekunden haben wir gewartet, bis auch der Kleine Mut gefasst hatte, die Straße zu überqueren. Schnurstracks ist die Bande daraufhin im Gebüsch verschwunden.

Seitdem haben wir nie wieder einen zu Gesicht bekommen. Im Spurenbuch der Umweltbehörde IAP von Paraná steht, dass ihr Bestand in dem Bundesstaat bedroht ist. Von der Nasen- bis zur Schwanzspitze können sie 1,20 Meter messen. Während die Weibchen mit ihren Jungen kleine Verbände bilden, gelten die Männchen als Einzeltiere. Wir haben also ein Männchen in unserem Sumpf.

Weg durch Regenwald zum Sumpf des Fischotters
Seine Spuren ähneln denen der Katzen. Vielleicht sind uns deshalb bisher auf dem Weg zum Sumpf oder an seinen Rändern noch keine Otterspuren aufgefallen.

Nahrung findet er in unserem Paradies und bei den Nachbarn jedenfalls genügend. Vier kleine Fischteiche haben unsere direkten Nachbarn angelegt und auf unserem Grund bietet der "brejo" eine gefüllte Speisekammer mit jeder Menge kleinen Trairas und Bagres, typischen Süßwasserfischen der Region. Dazu kommen kleine Süßwasser-Caranguejos, runde Krebstiere, die es im Sumpf zu Hauf gibt.

Der Sumpf nimmt einen guten Teil unseres Grundstückes ein. An zwei Stellen wird er von einem Fließgewässer durchzogen. Sein Boden ist äußerst schlammig und nahezu unergründlich. Einmal bin ich schon bis über die Hüften in seinem Schlamm versunken. In einigen Bereichen wird er vom "taboa" dominiert, einem Rohrkolbenartigen Gewächs. In anderen Bereichen herrscht der aus Asien eingeschleppte und alles verdrängende "Lírio-do-brejo" (Hedychium coronarium) vor.

Umrahmt und an höheren Stellen durchzogen wird "unser" Sumpf von Guanandi (Calophyllum brasiliense) und Caixeta (Tabebuia cassinoides), beides schnell wachsende Bäume mit leichtem, hellen Holz. Letzteres wird als Schnitzholz geschätzt. In Antonina werden daraus nach wie vor spitz zulaufende Ruder für Kanus hergestellt, die von den Einheimischen in der Meeresbucht Antoninas im Stehen gefahren werden. 


Donnerstag, Juni 30, 2016

Die Zigeunerin mit dem kopflosen Pferd


Hufe schlagen auf das Kopfsteinpflaster während der Nachtnebel den Hügel vom Meer hinauf zur Kirche zieht und alles in sich verschlingt. Nichts ist zu sehen, nur das Getrappel eines Pferdes schallt von den Wänden der Häuser wider. Es ist das weiße Pferd der Bartira, der jungen, schönen Zigeunerin, der Tochter des Clanchefs.

Die Zigeuner hatten ihre Zelte auf der Wiese unterhalb der Kirche aufgeschlagen, die von den ersten gottesfürchtigen Siedlern gebaut wurde. Es war ein schwülheißer Sommertag, zu heiß zum Arbeiten, zu heiß zum Sitzen, zu heiß für alles. Bartira schnappte sich ihre weiße Stute, ihre treue und stete Begleiterin und machte sich auf den Weg zur nahegelegenen Meeresbucht. Mit einem Sprung ins Wasser wollte sie sich Abkühlung verschaffen. Zum letzten Mal in ihrem Leben sah sie über die Bucht. Dann tauchte sie in die Schwärze des Todes. Mit dem Kopf prallte sie auf den Felsen.

Fjord von Antonina
Pampa, ihr Pferd, trottete ohne Bartira zurück zum Platz des Lagers. Erschrocken vom Auftauchen des Pferdes ohne seiner Reiterin begaben sich die Eltern Bartiras und alle Clanmitglieder sofort auf die Suche nach der jungen Frau. Als sie sie fanden, war die Trauer groß. Sie brachten Bartiras Körper zurück ins Lager und riefen nach dem Pfarrer. Der weigerte sich, der Toten den Segen zu geben, einer Zigeunerin von außerhalb.

Und jetzt? Sie vergruben ihre Tochter auf der Wiese unterhalb der Kirche und beschlossen alsbald, ihr von traurigen Erinnerungen behaftetes Lager abzubrechen. Pampa wich indes keinen Hufschlag von der Seite des Grabhügels. Die Zigeuner verkauften sie schließlich und zogen weiter.  Zurück blieben das Pferd und die Seele Bartiras.

In manchen Nächten sollen die Hufschläge des Pferdes noch zu hören sein. In manchen Nächten soll es erscheinen und für Schrecken sorgen, weil es mit seinem weißen Körper und seinem schwarzen aussieht, als hätte es keinen Kopf. Manchmal soll auch Bartira erscheinen, um ihre Wehmut nach ihrer Freundin, dem Pferd zu stillen.

Dort wo sich einst das Grab befunden hat, steht heute ein kleiner Pavillon, um rahmt von den Bäumen eines Parks. Jeden ersten Sonntag im Monat spielt in dem Pavillon der Nachwuchs der Philharmonika Antoninas.

Die Geschichte Bartiras ist eine von den vielen Legenden, die es in und um Antonina gibt. Erzählt hat uns die Geschichte heute die Frau Archivarin. Nur einen Steinwurf entfernt von der Organisation Ademadam steht das Stadtarchiv, dessen Ruine mit viel Geld aus der Staatskasse rennoviert worden ist. Seitdem sortiert die Frau Archivarin dort alte Schriftstücke, Geschichten, Fotos und alles aus längst vergangenen Zeiten, das noch übrig ist. Meist arbeitet sie alleine und kaum einer verirrt sich ins Stadtarchiv. Dabei hat sie so viel zu erzählen.

Heute hat die Frau Archivarin eine Studentin in der Ademadam (Nichtregierungsorganisation für den Umweltschutz und die Entwicklung Antoninas) besucht. Während die Studentin im Büro am Computer saß, hat sie unser Hämmern und Sägen vernommen. Neugierig hat sie heraus gespäht und uns beim Bau der Bambuspergola ein wenig zugesehen. Wir sind ins Reden gekommen und ruckzuck hat sich das Gespräch um die Geschichten aus Antonina gedreht.

Sonntag, Juni 26, 2016

Wachsende Bambus-Pergola


Die Pergola wächst.

Nach der Regenperioda gab es ein paar trockene Tage und wir konnten endlich mit ihrem Aufbau bei der Ademadam beginnen.

Die Pergola gehört zu einem Projekt, mit dem die Kleinlandwirte der Region gestärkt und letztlich auch der Tourismus gefördert werden sollen.

Entstehen wird dazu mitten im historischen Zentrum vom Städtchen Antonina ein "Espaço Gourmet" mit einer offenen Küche und einer Gaststube im Freien. Gemüse und Zutaten werden von den Kleinlandwirten Antoninas kommen. Sie sind es auch, die ihre Erdfrüchte in kulinarische Köstlichkeiten verarbeiten werden. Gesetzt wird dabei auf nicht herkömmliche aber in Südamerika heimische Gemüsearten, wie Taioba oder Manã Cubiu.

Von uns gibt es dazu die Pergola für die Freiluft-Gaststube. Noch gibt es einiges zu tun. Aufgestellt ist aber schon das Grundgerüst. Die sechs Pfeiler müssen nur noch an ihrer Basis mit Beton ausgegossen werden, um ihnen mehr Stabilität zu verleihen.

Der "Sonnenbrecher" besteht ebenso aus Bambus. Während wir für die Grundstruktur Bambusa vulgaris verwendet haben, kommt bei den Sonnenbrechern eine schlankere Art zum Einsatz, die im getrockneten Zustand dunkelbraun ist. Welche Art sich genau dahinter verbirgt, weiß ich nicht. Das habe ich leider noch nicht herausgefunden. Wir haben die Stangen aus einem Horst unweit von unserem Anwesen geschnitten.

Alle Bambusstangen haben wir vorab gegen Insektenattacken mit Borax behandelt und dann vorgetrocknet und schließlich mit der Hilfe von Feuer den Feuchtigkeitsgehalt der Bambusstangen weiter gesenkt, um sie ohne Probleme für die Konstruktion verwenden zu können.


Morgen werden wir uns an das Versteifungs- und Ziergitter machen, so das trockene Wetter weiter anhält.

Bambus ist ein günstiges und in beinahe allen Regionen Brasiliens, zumindest in kleineren Mengen vorhandenes, Baumaterial. Das bedeutet aber nicht, dass Bambusstrukturen billiger sind als Holzstrukturen.

Anders als bei Holz muss jede Bambusverbindung einzeln angepasst werden, da keine Stange der anderen gleicht. Der manuelle Aufwand ist deshalb wesentlich höher. Ich hoffe aber, dass wir mit dem Ergebnis dennoch ein paar Menschen vom Bambus überzeugen können, den in meinen Augen vielversprechensten Rohstoff der Zukunft.

Die Studenten aus Rio de Janeiro, die eine Woche lang zu Besuch bei Ademadam waren, waren jedenfalls schon einmal begeistert.

Die Ademadam ist eine Organisation, die sich die soziale Ökologie und eine nachhaltige Entwicklung im Sinne des Umweltschutzes auf die Fahnen geschrieben hat. An ihrem Hauptgebäude zeigt sie dazu unter anderem verschiedene Möglichkeiten einer grünen Architektur, wie ein begrüntes Dach, das gleichzeitig eine kleine Parkanlage bietet, eine mit Zierbananen und Helikonien bestückte Pflanzenkläranlage, die eher einem Blumenbeet als einer Abwasseranlage gleicht, eine Wurm-Kompostierung für Haushalte in der Stadt und eben auch unsere Bambuspergola.

Dienstag, Juni 14, 2016

Polarluft zum Trocknen von Bambus


Eine Woche Sonnenschein, sternenklare Nächte und Polarluft. Es ist, mit Verlaub, saukalt. 1,9 Grad war die niedrigste Temperatur bisher. Allerdings hängt das Außenthermometer an der Hauswand. Fern davon dürfte es um die Null Grad gewesen sein.

Vortrocknen von Bambusstangen, mit Hilfe von Feuer
Zum Glück vertreibt tagsüber die Sonne ein wenig die Kälte und wärmt die Luft auf 17 bis 18 Grad. Genau das richtige Wetter, um die Bambusstangen endlich zu trocknen, nachdem sie ohne Nachhilfe bei der hohen Luftfeuchte alleine dazu wahrscheinlich Monate benötigen würden.. Ein wenig habe ich nachgeholfen, ein kleines Feuerchen gemacht und sie darüber vorgetrocknet, um dann eine nach der anderen mit dem Bunsenbrenner zu trocknen.

Die größten sind so weit fertig, dass ich sie verwenden kann. Es fehlen aber immer noch so um die 50 dünnere Bambusstangen. Die gehen aber schneller zum Trocknen als die großen.

Die Zeit drängt. Schon am Samstag soll die Bambus-Pergola aufgestellt werden. In der kommenden Woche steht ein Event an. Zu dem werden Studenten aus Rio de Janeiro erwartet, die mehr über nachhaltiges Bauen und Öko-Landbau in den Tropen erfahren sollen.

Mittwoch, Juni 08, 2016

Giftige Coral an Kälte gestorben

Giftige Schlange Coral trotz auffälliger
Zeichnung relativ gut getarnt
Eine nächtliche Temperatur von 8,7 Grad und eine Luftfeuchte von 76 Prozent waren selbst der Coral (Micurus corallinus) zu kalt. Da lag sie am Wegesrand und hat sich nicht bewegt. Zuerst dachten wir, sie ist nur steif vor Kälte. Normalerweise ringeln sich die Schlangen aber an irgendeinem geschützten Fleckchen unter Holz und Laub, in Astgabeln und in Hohlräumen von Steinaufschüttungen oder Bäumen ein.

"Unsere" Coral lag einfach nur da, ausgestreckt und ungeschützt. Alessandro hat sie mit dem Stecken aufgehoben, um sie zu einem geschützten Ort zu bringen, weg vom Wegesrand, wo sie jemand finden und töten kann. Die meisten Menschen hier sehen bei Schlangen rot und töten sie erst einmal, auch wenn das nicht notwendig ist.

Unsere Coral hat sich auch dann nicht bewegt, als Alessandro sie mit dem Stock hin und her bugsiert hat, damit er sie vorsichtig aufgabeln kann, ohne sie zu verletzen und sich einer Gefahr auszusetzen. Sie blieb einfach steif und ohne Bewegung. Es hat ein wenig gedauert, bis wir festgestellt haben, dass sie schon tot ist.

Verletzungen waren indes nicht zu sehen. Ihr Körper wies keinerlei Bisse, Quetschungen oder Spuren von einem Kampf auf. Wie sie wohl gestorben ist?

Ausgestreckt ist sie über einen Meter lang. Nur selten bekommen wir eine so schöne und vor allem so große Coral zu sehen. Die meisten haben gerade einmal eine Länge von 50 bis 60 oder 80 Zentimeter. Sie muß also sehr alt gewesen sein.

Die echte Coral ist eine der giftigsten Schlangen Brasiliens. Eine sehr große Gefahr stellt sie für den Menschen in der Regel dennoch nicht dar. Anders als ihre Verwandten kann sie ihr Kiefer nicht aushängen, wodurch die Möglichkeit eines Bisses in größere Dinge, wie es Beine wären, eingeschränkt ist. In der Regel ist sie nicht aggressiv. Wenn jemand auf sie tritt oder ihr eine Hand zu Nahe kommt, wird sie natürlich dennoch versuchen, zuzubeißen. Dann bleibt den Menschen nur wenig Zeit, um mit einem Serum die Auswirkungen ihres zerstörerischen Giftes im Körper aufzuhalten. Die Krankenhäuser hier auf dem Land sind zum Glück mit dem Serum ausgestattet.

Der Atlantische Regenwald ist ihre Heimat. Dort ist sie auch trotz ihrer auffälligen Farbe nur schwer zu sehen. Es ist erstaunlich, wie sich dort selbst die eigentlich auffällig rot-weiß-schwarze Coral zwischen all dem Grün tarnt. Wie die Viper Jararaca ist auch die Coral nachtaktiv. Anders als bei anderen giftigen Schlangen gleicht ihr Kopf jedoch nicht einem Dreieck, sondern ist rundlich und setzt sich vom Körper kaum ab.

Es gibt verschiedene Corals, auch eine "Coral falsa", falsche Coral, die kein Gift besitzt. Sie imitiert die echte ziemlich gut, allerdings sind ihre Ringe nicht durchgehend und die Farben nicht so klar von einander getrennt.

Ihr denkt jetzt, dass wir hier auf unserem Sítio täglich auf Schlangen treffen. Nein, das ist nicht der Fall. Die "Zusammentreffen" sind eher selten und finden vor allem in den Übgergangszeiten Frühjahr und Herbst statt, auch wenn das Gesundheitsministerium den Sommer als Hoch-Zeit angibt.

In Paraná sind 2015 laut brasilianischem Gesundheitsministerium 725 Menschen von Giftschlangen gebissen worden, im ganzen Land waren es 24.467 Menschen. Die meisten Fälle werden im Norden (Amazonasregion) und Nordosten verzeichnet. Aber auch im Bundesstaat São Paulo und Minas Gerais waren die Zahlen mit 1.627 und 2.530 Fällen hoch. An den Folgen der Schlangenbisse gestorben sind im vergangenen Jahr in Brasilien 107 Menschen, in Paraná waren es 3.

Dem gegenüber stehen Zahlen anderer Erkrankungen, wie die der Grippe H1N1, die dieses Jahr bereits 764 Todesopfer gefordert hat. Bei den Denguefällen sieht es noch drastischer aus. 2015 wurden in Brasilien über 1,6 Millionen Dengue-Erkrankungen gemeldet, 843 Menschen sind daran gestorben. Übertragen wird Dengue von der Tigermücke (Aedes aegypti), die auch Chikungunya und Zika überträgt.

Dienstag, Juni 07, 2016

Türstock mit Oberlicht

Türstock mit Oberlicht für unsere Haustür, die
zur kleinen Bambus-Terrasse führt.
Und fertig ist der vorerst letzte Türstock. Gebaut aus dem, was andere als unbrauchbar weggeworfen haben und versetzt mit einem Oberlicht.

Statt 200 Reais oder mehr für einen Türstock mit Glaseinsatz auszugeben, haben wir zum Selbstbau gegriffen. Den Hauptteil haben wir aus Cambará gebaut, ein relativ widerstandsfähiges Holz, das von den in Südamerika heimischen gleichnamigen Bäumen (Gochnatia polymorpha) stammt. Für das Oberlicht habe ich Reste von Kiefernlatten verwendet, die ich mit einer Fräse für den Glaseinsatz versehen habe. Die Blenden stammen von den Resten einer Sockelleiste, die der Nachbar nicht mehr gebraucht hat. Ich glaube das Holz ist Pinho. Es ist hell, leicht und harzig.

Das Ganze hat Alessandro mit einem Stain auf Wasserbasis und ohne Schwermetalle eingepinselt. Entstanden ist damit ein Öko-Türstock. Vor das Oberlicht hat er ein Tatu, ein Gürteltier, von einem Kunsthandwerker aus der harten Fruchtschale der Cupuaçu gebastelt. Das passt jetzt auf alle au, die ins Haus kommen oder es verlassen.

Jetzt kannst du kommen, Geraldo, die Mücken bleiben dieses Mal bestimmt auch draussen....

Montag, Juni 06, 2016

Dank Streik Brot aus Reismehl

Weil es zu kalt ist, als dass ein Hefeteig wirklich gehen würde, habe ich mich heute beim Brotbacken auf eine andere Technik verlegt. Ja, ich backe Brot, weil immer noch gestreikt wird und es deshalb keine Busse gibt, mit denen ich in die Stadt zum Brotkaufen fahren könnte. Also backe ich.

Cleia hatte mir vor ein paar Tagen aus Curitiba Reismehl mitgebracht und gleich ein Rezept für ein glutenfreies Brot dazu gelegt, in dessen Teig statt Hefe Bachpulver kommt.

Der erste Versuch schmeckte allerdings eher wie ein mit irgendetwas gefülltes Brot. Beim zweiten Versuch habe ich das laut Rezept vorgesehene Glas Speiseöl einfach durch zwei Esslöffel Olivenöl ersetzt und den Teig zäher ausfallen lassen.

Das Ergebnis ist ein nussig schmeckendes Brot, das leider so gut schmeckt, dass ich es beinahe schon ganz aufgegessen habe. Zum Glück ist es ohne Gluten und soll gesund sein. Es soll auch nur wenige Kalorien haben. Vielleicht macht es ja dann auch nicht ganz so dick, wenn ich statt ein paar Scheiben gleich das ganze Brot aufesse.

 Im Geschmack erinnert es mich das Reismehlbrot an Schwarzplenten (Buchweizen, der mit Weizen nichts zu tun hat...).  Mit Butter drauf ist es ein wahrer Genuss, da fällt selbst das Warten auf das Streikende der Busfahrer wieder etwas leichter.

Hier das Rezept: 
3 Tassen Reismehl
3 Eier
Salz, Zucker nach Geschmack
2 Esslöffel Olivenöl
1 Tasse Milch (in meinem Fall war es laktosefreie Milch)
2 Esslöffel "Fermento em pó", ich glaube auf deutsch ist das Backpulver

Alles zusammen mit dem Rührgerät vermischen bis es klumpenfrei ist und einen zähflüssigen Teig ergibt, der eher an einen Kuchen- als an einen Brotteig erinnert. Dann die zwei Esslöffel Backpulver mit dem Löffel unterheben und das ganze in eine Kastenform geben. Bei 200 Grad etwa 50 Minuten backen, oder bis es schön goldbraun ist und der Duft einem in die Nase steigt.