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Es werden Posts vom März, 2026 angezeigt.

Raus aus dem Haus, rein in die Arbeit

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Im nächsten Leben werde ich Katze, vielleicht fallen mir dann die Entscheidungen  darüber leichter, was ich zuerst machen soll. So a saudumma Tag, I woaß ned recht wos I mog und wenn i's wissad kannt I ned so wia I wui..... Konstantin Wecker. Heute mit ihm aufgewacht. Nein, nicht mit Konstantin Wecker. Sein Lied hat mich wohl schon im Traumland gefangen genommen. Dabei ist draußen vor der Tür ein wunderschöner Herbsttag, mit Sonne und 30 Grad. Die erste Maschine Wäsche wartet schon darauf, von der Leine angenommen zu werden. Die Hunde wollen Gassi laufen. Die Hühner und Schwiegermutter wollen ihr Mittagessen und ich zerbreche mir den Kopf darüber, was ich zuerst machen soll.  Als Zweites könnte ich dann die Fenster vom neuen Zimmerl streichen, das Holz für die Treppe zur Galerie hobeln und schleifen, die Gartentreppe zum Waldweg hinauf vom Wildwuchs befreien, Alessandro beim Graben des Loches für die Versatzgrube helfen, mein Schrankerl für das Bad mit Leinöl einlassen.  ...

Seltsamer Ruf am Nachmittag

Das muss ich euch jetzt schnell erzählen. Seit ein paar Tagen höre ich am späten Nachmittag immer wieder den Ruf eines Vogels. Zuerst dachte ich, es ist ein Tukan. Vor allem im Frühjahr und Sommer sehen wir bei uns immer wieder grünschnabelige Tukane (Ramphastos dicolorus). Meistens sind sie zu zweit, manchmal auch in kleinen Gruppen. Sie mögen die an Rispen wachsenden, kleinen Früchte des Umbauva-Baumes. Der grünschnabelige Tukan ist äußerst gesprächig. Sein Gezwitscher ist ein lautes Krächzen. Das lässt er erschallen, um seine Spezls zu rufen, um ihnen zu zeigen, wo es Futter gibt, wo er ist und auch, um seine künftige Geliebte zu beeindrucken. Ein bisschen hat mich der spätnachmittägliche Ruf an den der grünschnabligen Tukane erinnert. Nur ist er nicht ganz so rauh, nicht ganz so tief und ein wenig melodischer.  Es hätte auch ein Guaxe sein können. Guaxe sind schwarze, etwa Amselgroße Vögel, die unter den Flügeln knallrot sind. In der Nähe von Seen, Bächen und Flüssen bilden si...

Herbst im Regenwald

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Wie der Sommer, kommt auch der Herbst dieses Jahr früh.  Mir kommt es vor, als wären nur wenige Tage vergangen, dass ich um 5:30 Uhr morgens den Hühnerstall geöffnet habe, um unseren Mädels ihre Streunertour durch Garten und Wald zu ermöglichen. Jetzt ist es um diese Zeit noch dunkle Nacht.  Was gleich geblieben ist, sind die vielen winzigen Wassertropfen in der Luft, die einen dichten Nebel bilden. Im Sommer löst sich dieser schnell, schon in den frühen Morgenstunden auf. In den vergangenen Tagen haben die Sonnenstrahlen den Durchbruch des Nebelvorhangs indes erst am späteren Vormittag geschafft.  Nein, die Blätter der Bäume haben sich nicht verfärbt, tanzen nicht zum Boden, bilden keine bunten Teppiche unter den Baumkronen. Die überwiegende Zahl der Bäume des Regenwaldes trägt ihr Blätterkleid das ganze Jahr über. Eine Ausnahme ist der Jacarandá ( Jacaranda mimosifolia) . Zu Winteranfang wirft er seine gefiederten Blätter auf einmal ab, überdauert den Winter als leeres ...