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weihnachtsregen

endlich, endlich regnet es. Fast zwei Wochen lang sog die Hitze der Sonne alles Wasser, riss Erde auf, verdorrte Gurken und Inhame. Zum ersten Mal seit sieben Jahren habe ich wieder eine Luftfeuchte von weniger als 70 Prozent erlebt. 40 waren es. 40 war es auch, was das Thermometer anzeigte. Manchmal waren es auch 43 Grad im Schatten. Jetzt hat uns das Weihnachten eine Abfrischung beschert. Regen und angenehme 28 Grad. Danke. Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und viel Freude und Vergnügen im Neuen Jahr

ein traum, ein tropfen, die hoffnung

Es ist ein Traum, etwas Sinnvolles zu schaffen. Auch wir träumen von einem grünen Zentrum. Ein bisschen anders und doch ähnlich dem, was im Film über John Hardy und seiner "grünen Schule" zu sehen ist. Ein Projekt in Bali und mit Bambus. Es ist nur ein Tropfen auf dem heissen Stein, was John Hardy, seine Familie und seine Freunde leisten, was ich leisten könnte. Im Falle John Hardys ein Tropfen, der hunderten Kindern eine Zukunft gibt. Ein Tropfen, der hunderte Familien anspornt. Ein Tropfen, ohne dem die Welt für viele anders aussähe. Und ein Tropfen, der sich irgendwann wie die Flocken eines Schnees mit anderen zu einem Schneeball vereinigt, eine Lawine loslöst. Eine grüne Lawine mit sozialem Gewissen, bei der Mensch und Natur gleich wichtig sind und vor allem wichtiger als der monetäre Gewinn. Es gibt Hoffnung. Als ich den Film gesehen habe - ich bin zufällig beim Stöbern über Bambusa tuldoides auf ihn gestossen - war ich zuerst beeindruckt. Dann breitete sich Mut und Zuve...

Uffa

mitten in der Nacht machte es seltsame Geräusche. Ich war gerade beim Spülen, Alessandro am Brunnen, wasser holen. Da trampelte es, machte es wisch und wumm und matsch. Seltsam, dachte ich mir, wir haben doch gar keine Pferde. Aber von wo kommt denn dann das Pferd her? Und was macht es hier? Und wo ist es hin gelaufen? Es ist am Haus vorbei gestürmt. Das habe ich gemerkt. Und dann? Mit der Taschenlampe in der Hand stürme ich aus dem Haus, hin zur vermeintlichen Pferstelle. Die Katzen sind auseinader gestoben, haben Bäume und Dach erklimmt, sich in Sicherheit gebracht. Alessandro steht schon da, neben dem Schuppen. "Gabriela,, das Auto", sagt er. Das Auto steht da oben, neben der Strasse, auf seinem Stellplatz, träumt vor sich hin. Was soll mit ihm sein? Werfe trotzdem das Licht der Taschenlampe in Richtung Stellplatz. Statt Autop, steht da nichts. Wo ist es hin? Mir dümpelt es. Es war kein einzelnes Pferd, das da den Hang hinunter rauschte. Es waren 70 oder 100 Pferdestärken....

Our house - in the middle of the woods...

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Ist es nicht schön, unser Häusle... und da mittendrinnen im Rohbau steht unser improvisierter Holzherd. Mit ordinären Ziegelsteinen gebaut und mit weissem Lehm verschmiert. Funktioniert super. Habe sogar schon Brot da drinnen gebacken. Leckere Sache. Das "Chapa" (Eisen) hat uns ein bekannter beim Alteisenhändler besorgt. Und die mittelalterlichen Fackeln rund herum sind Marke Eigenbau.... So lange es Winter ist, wird nachts jetzt eingeheizt und morgens Holz geklaubt. 10 Grad bei einer Luftfeuchte von nahezu hundert Prozent sind einfach zu kalt. Da beisst die Maus keinen Faden ab. Jetzt werden zuerst Leerrohre für Kabel verlegt (falls mal Strom zu uns kommen sollte, ist dann schon alles vorbereitet...). Alessandro muss noch die restlichen Löcher zwischen Dachstuhl und Mauerwerk flicken. Dann wird aussen verputzt und innen verputzt und dann alles vorbereitet, um den Boden zu betonieren. Erst dann wird der provisorische Ofen abgebaut. Wer weiss, vieleicht ist es bis dahin ja sch...

Chaos, Erdrütsche, Überschwemmungen - 11. März 2011

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Als Japan von einem schweren Erdbeben und einer Tsunami getroffen wurde, war an der Küste Paranás (einem Bundesstaat im Süden Brasiliens) Land unter.  Wochen hatte es schon geregnet. In der Nacht vom 10. auf den 11. März ergossen sich jedoch ungeahnte Wassermassen auf die Küste und seine Bewohner. Die ganze Nacht hindurch schüttete es ohne Unterlass. Alessandro und ich haben im Regen noch schnell Abflussgräben erweitert und Barrieren gebaut, damit unser Häuslein nicht überflutet wird. Es hat funktioniert. Wir sind im Trockenen geblieben. Am Morgen danach sah alles wieder ganz friedlich aus. Die Himmelsschleusen waren wieder geschlossen, die Vögel zwitscherten und der Tag kündigte sich an, als würde es ein ganz normaler Tag wie immer werden. Dem war nicht so.   Wie immer bin ich morgens mit den Hunden Gassi gelaufen, auf unseren Waldweg entlang zur Teerstraße vor. Erst da sah ich, was die Kraft des Wassers in unserer unmittelbaren Nachbarschaft angerichtet hatte.  Ent...

Viecherei - mit allem Respekt

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Ein Grashupfer bewacht meine "Toiaba" Toiaba ist zu meinem Lieblingsgemüse geworden. Zum Einen, weil es eins der wenigen Gemüse ist, das trotz unseres schlechten Bodens hervorragend wächst. Zum anderen, weil die Blätter angedünstet mit Zwiebeln fast so wie Spinat schmecken - und einmal abgeschnitten wachsen sie rasend schnell wieder nach Wanze mit Pumphose Star Wars lässt grüssen-

Versatzgrube Teil eins

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Der erste Teil der Versatzgrube ist fertig. Es war gar nicht so einfach, den selbstgebauten Betonring in die Grube einzulassen. Drei kräftige Männer, ein wenig Bambus und ein paar ratgebende Frauen waren nötig. Nach etwa einer Stunde sass das Ding endlich in der Grube. Die Rohre zur Toilette haben wir schon angeschlossen. Nebendran haben wir zudem bereits eine weitere Grube ausgehoben. Ein wenig kleiner. Dort soll das Grauwasser, Wasser von Duschen und Spüle gesammelt und in einem Steinfilter schon vorbehandelt werden. Danach geht es zum Wetland, wo Rohrkolben und andere Pflanzen die restliche Klärung übernehmen werden. Bin schon dabei Zyperngras zu ziehen. Habe von einem Bekannten ein paar Stecklinge bekommen. Nebenbei bereiten wir immer noch den Dachstuhl vor. Das heisst wir sind bei den Vorarbeiten dazu. Die tragenden Säulen sollen nämlich aus Bambus werden. Der meiste ist schon behandelt, muss aber noch gewaschen, gestrichen und auf die richtige Länge gesägt werden...