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Hundeburg und Regenloch

Das Wetter hat von ständigem Dauerregen auf zwischendurch Schüttregen umgestellt. Das hat den Vorteil, dass sich zwischen Sturm und Schütt ein wenig arbeiten lässt. Wir haben mit dem Bau eines Hundezwingers begonnen. Hässliches Wort, Zwinger. Es wird auch eher eine Burg. Die Burg wird aus einem kleinen Häuslein für die zwei Hundedamen Luma und Hanna bestehen. Davor ein vorerst nur betonierter Burghof, umgeben von einem hohen Zaun. Die Hundeburg ist notwendig, damit wir endlich mit dem Hausanbau anfangen können. Bisher dürfen die beiden ja im Haus und der eingezäunten Terrasse zwischen ihren Gassigängen weilen. Genau da soll aber der Anbau hin. Es ist eng geworden im 12 Quadratmeter Hüttlein. Labradormischling Luma hat uns mit neun neuen Weslein beglückt. Neun Welplein, die inzwischen schon stolze zwei Wochen alt sind und langsam damit anfangen, ihre Umgebung zu erkunden. Behalten können wir leider keines. Das wäre momentan doch etwas zu viel an Hunden. Ein paar Menschlein haben schon I...

Regenloch

irgendwo muss es ganz schön trocken sein. Drei Wochen lang hat es ohne Unterlass geschüttet. Mir drohten schon Kiemen zu wachsen. Drei Tage lang gab es jetzt Sonne, manchmal zwischen Wolken, aber immerhin keinen Regen. 16 T-Shirts gewaschen, 5 Hosen, 21 Unterhosen, tausende Socken. Getrocknet. Zum Glück. Es ziehen schon wieder Wolken auf. Ab morgen soll es wieder regnen heisst es in der Wettervorhersage. Jetzt heisst es also immer noch warten. So lange der Schlamm währt, können wir die Maschine nicht anheuern, die ihn beseitigen soll. Sagt zumindest der Mann vom Steinbruch. Ein paar Sonnentage vorher seien nötig, weil sonst die Maschine versumpfe. Also warten wir weiter. Derweil gehe ich zum zweitausendsten Mal über die Pläne. Die Logistik ist immer noch nicht geklärt. Das Holzhäuschen soll in den Anbau integriert werden. Da werden wir auch wohnen bleiben, bis der Anbau fertig ist. Das Dach des Anbaus ist jedoch höher als das des Hüttleins. Die Bambusbalken dafür würden deshalb das Dac...

Sterne und Steine und Zukunftsmusik

eigentlich wollten wir heute Bambus schneiden. Marcia hat sie mir angeboten. Der Mond perfekt. Abnehmend. Das Sternzeichen perfekt. Ein Wärmetag. Der fällt allerdings etwas kühl aus. Es regnet. Gar nicht gut, um 30 Meter hohen Bambus zu schneiden. Dabei hatte ich schon alles vorbereitet. Hatte eine dicke Folie gekauft, mit der ich eine Art Trockenkammer bauen wollte. Hatte schon den Abzugskamin für die feuchte Luft aus einem alten Rohr gebastelt, ihn sogar mit Dächlein versehen, damit es nicht reinregnen kann. Hatte alles im Auto verstaut, samt 15 Meter dickem Seil, Sägen, Macheten und Ziegelsteinen, auf denen der Bambus lagern sollte. Wir wollten nach und nach die Bambusstangen mit bis über 30 Zentimeter Durchmessern (!) schneiden und gleich in Stücke zersägen und sie erst einmal bei Marcia lagern, um sie dann später zu uns liefern zu lassen. Später auch deshalb, weil die Strasse immer noch nicht befahrbar ist. Inzwischen hat aber ein paar Kilometer weiter ein Steinbruch eröffnet. Rät...

Ich lebe....

ich lebe !!! mir geht es gut !!! habe meine seltsame Buschkrankheit überstanden und bin wieder kerngesund und kugelrund!!! Über sieben Monate sind es nun, dass wir am Rande des Regenwaldes leben. Es ist nach wie vor spannend. Mittlerweile haben wir einen eigenen Brunnen, einen kleinen Bauerngarten, eine neue Bananenpflanzung und einen kleinen Bambusschuppen. Der Bambusschuppen sollte uns als Werkstatt dienen. Wir werden ihn, so wie es aussieht aber in unsere Hausanbaupläne einbeziehen. Es hat ein wenig gedauert, bis wir das Grundgestell aus Bambus aufgestellt hatten. Noch länger hat es gedauert, zwischen die Bambusstangen Wände einzuziehen. Unser Boden ist leider ziemlich Tonhaltig. Nach mehreren Tests habe ich die Idee der Lehmwände dehsalb aufgegeben. Stattdessen haben wir eine Art Betonwand mit Bambusarmierung ausprobiert. Dabei wird der Bambus aufgespalten und die so entstandenen Bambusbretter werden auf einen Holzrahmen genagelt. Weil die Innenseite des Bambus für Käfer und Term...

Regenzeit

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Entschuldigung. Ohne Strom und Internet ist es gar nicht so leicht, das blog aufrecht zu erhalten. Um im Lanhouse zu posten muss ich ausserdem mein Paradies verlassen. Wo da doch so viel zu tun ist. Den Umzug haben wir alle prima überstanden. Nach einer Woche und 5 Fahrten hatte ich alle Katzen eingefangen und zur neuen Heimat gebracht. Ein paar der acht waren ein wenig sauer über den Transport. Ein paar andere fanden die Wildnis alles andere als toll. Zumal da auch noch wilde Verwandte von ihnen leben. An einem der ersten Tage hörten wir gleich ein lautes Fauchen, wie von einem Löwen im Käfig nebenan. Mit Machete und Stock sind wir zu der Richtung getigert, aus der das Fauchen kam. Gesehen haben wir nichts, ausser Grünzeug. Gehört haben wir hingegen das Liebesmiaue und -gefauche der Wildkatzen. Ein wenig angsteinflössend, wenn ich nicht wüsste, dass sie noch mehr Angst vor uns Menschen haben. Inzwischen haben wir uns eingelebt, haben ein paar Bambus gepflanzt, das Hüttlein weiter ausg...

Hüttenfest

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Unser Hüttlein ist fast fertig. Das Dach aus Öko-Wellpappe ist drauf. Ein wenig teuer und umständlich war es zwar, aber das war es mir wert. Mittlerweile haben die Fenster auch schon Läden, sind die Türen drinnen und die meisten Ritzen sind mit Blenden verdeckt. Es fehlt immer noch hinten und vorne. Der ständige Regen hat uns die Arbeit ein wenig erschwert und verzögert. Den Rest werden wir eben jetzt nachholen, wenn wir dort wohnen. Dann wird es auch leichter, weil die 1,5 Stunden Anfahrt und 1,5 Stunden Abfahrt entfallen. Morgen ist es schon soweit. Wir werden unser Hab und Gut auf einen kleinen Laster packen und gen Antonina ziehen. Vor lauter Aufregung habe ich mal wieder Darmprobleme, ständigen Schluckauf und Magenschmerzen. Wir sind deshalb heute hier am Strand geblieben, um in aller Ruhe unseren Kram in Kisten zu verstauen und, um ein wenig zu entspannen. Denn Durchfall ohne Klo ist auch nicht lustig. Das Klo müssen wir noch bauen. Wird wohl das erste sein, was wir in Angriff ne...

Von der Bambuskinderstube und dem Holzhausbau im Regenwald

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Bambuskinderstube Von den 50 Samen die ich vor drei Wochen gekauft habe, sind nach zwei Wochen schon etliche aufgegangen. 22 zarte Pflänzlein von Guadua chacoensis, einer in Südbrasilien einheimischen Bambusart, die bis zu 25 Meter hoch wird und einen Durchmesser von etwa 12 bis 15 Zentimeter hat. Die Wände dieser Art sind sehr dick, so dass sich daraus eine Art Latten machen lässt und ein Laminat. Genutzt wird sie auch zum Bau von Häusern und Baugerüsten. Bis wir die ersten Bambusstäbe von den Pflänzlein ernten können, dauert es aber noch mindestens drei Jahre. Matschweg zu unserem Hüttlein... Auf jeden Schritt muss geachtet werden. Nicht nur wegen der Gefahr auszurutschen. Alessandro wäre gestern beinahe auf eine Schlange getreten. Angesichts des schwarzen Etwas, das da auf sie zukam, hat sie vorher aber schnell noch das Weite gesucht. Mit zwölf Jahren habe ich absolut nicht begriffen, für was Physik unterrichtet werden muss. Wir haben so tolle Versuche gemacht, wie ...