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Inspektionsrunde in Regenpause: Abgebrochener Inga-Baum

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Baumbruch durch Regen Beinahe hundert Millimeter in zwei Tagen und es regnet weiter. Ungewöhnlich viel für die Jahreszeit. Aber es ist notwendig. Vorausgegangen sind dem Regen 17 Tage Sonnenschein.  Heute Vormittag gab es eine kleine Regenpause. In der haben wir die Inspektionsrunde gedreht. Oberhalb der Obstwiese ist ein Teil des Inga-Baumes abgebrochen.  Es war einmal ein stattlicher Baum. Inga-Bäume machen schotenartige Früchte. Die Samen sind von einer Watte umschlossen, die süßlich schmeckt. Ich habe es geliebt, sie auszutzeln. Von den wenigen Inga-Bäumen, die im Wald wachsen, erwische ich nur selten mal eine reife Schote. Samen und Schoten stehen auch bei Vögeln und Affen als Leckerbissen hoch im Kurs. Noch steht ein Rest des einst so stattlichen Inga-Baumes (in Mitte) Eigentlich sollte der Inga-Baum an der Obstwiese weiterhin fröhlich wachsen und auch die dutzenden Orchideen, Bromelien und Farne auf ihm. Der Stromkonzern hat uns da aber einen Strich durch die Rechnung g...

Katzenwetter

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  Zur Zeit könnte ich 20 Stunden am Tag schlafen und die restlichen vier Stunden mit Essen verbringen.  Ich glaube im nächsten Leben werde ich Katze. Zumindest war heute Katzenwetter. Regen ohne Unterlass. Gerade richtig für ausgeprägte Nickerchen.

Geklopfe am Kloofenster

Da sitze ich so auf dem Kloo, als es plötzlich am Fenster klopft. Und vorbei ist es mit dem stillen Örtchen. Aber seht selbst: Hier nennen sie ihn Cambacica. Auf deutsch heisst der zu den Sperlingen gehörende Fensterklopfer Zuckervogel.  Wegen der Sonne hat er sich im Fenster gespiegelt. Wahrscheinlich dachte er sich, dem Kerl da im Fenster werde ich es zeigen.  Alessandro hat den Cambacica bei seinem Klopfkonzert von aussen gefilmt:

Stachelbewehrte Früchte

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  Unsere ersten Ora-pro-nobis-Früchte (Pereskia) Die ersten Früchte der Ora pro nobis sind reif. Nein, sie sind nichts für mich, auch wenn sie wahrscheinlich ewig gesund sind. Aber sie haben einen eingebauten Ess-Schutz. Sie sind mit Stacheln bewehrt und noch dazu saurer als die sauersten Zitronen.

Muskelkater

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Mir tut heute alles weh. O.k. nicht alles, aber so wichtige Anhängsel wie Arme und Beine.  Gestern haben wir noch die Betonpfosten durch den Wald geschleppt. 2,50 Meter hoch und zwölf mal zwölf Zentimeter breit und lang. Geschätzte 50 Kilogramm. Die hat Alessandro zuerst geschultert und alleine zur Nachbarsgrenze getragen. Irgendwie ging ihm dann aber die Luft aus. Logisch.  Ich großspurig: "Ich helfe dir."25 Kilogramm für mich und 25 Kilogramm für Alessandro waren mir dann aber doch zu viel. Wären es nur ein paar Meter gewesen, wäre es ja gegangen. Doch 250 Meter Waldgrundstück queren? Chancenlos.  Wir sind auf die glorreiche Idee gekommen, jeweils einen Pfosten auf ein Brett zu legen und dann auf den Schubkarren zu binden. Den habe ich geschoben und Alessandro hat den vorderen, überstehenden Teil des Pfostens mit Hilfe eines Seils hochgehalten, damit er nicht am Boden schrabbt, und gezogen. Der erste ging so lala. Nur der kürzere Weg durch den Wald war mit dem Schubkarr...

Insekt mit Zahn im Namen

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Darf ich vorstellen: Odontoptera spectabilis Er hat des nächtens mal eben an unsere Haustür geklopft. Gerade habe ich gestutzt. Als ich vom nächtlichen Gassigang mit den Hunden durch den Wald zurückkam und die Tür öffnen wollte, saß da ein seltsames Tier. Es ist mir erst aufgefallen, als ich die Tür schon aufgedrückt habe und es sich bewegt hat. Wahrscheinlich hat es sich gefragt, was dieser Mensch hier mit seinem Untersatz macht. Damit nicht genug habe ich auch noch Handy und Taschenlampe auf es gerichtet, um es zu fotografieren. Über iNaturalist habe ich herausgefunden, dass es sich um einen Pflanzensauger handelt und es ein Odontoptera spectabilis ist.  Heißt Odonto übersetzt nicht Zahn? Dann wäre es sozusagen ein spektakulärer Zahnsauger oder so. Ich glaube, ich geh jetzt ins Bett, bevor ich noch weiteren Unsinn schreibe.

Grenzen setzen

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  Einer unserer Grenzsteine - ein sehr wichtiges Stück Heute war Grenztag. Nachbar J. hat einem seiner Freunde sein Grundstück für eine Umweltbuße zur Verfügung gestellt. Was der genau ausgefressen hat, weiss ich nicht. J. hat nur erzählt, dass er dazu verurteilt worden ist, heimische Bäume zu pflanzen. Das muss er nicht etwa auf seinem eigenen Grundstück tun, auf dem er den Umweltfrevel begangen hat. Er kann die Bäume auch irgendwo anders im gleichen Biom pflanzen. Das hat er getan, auf dem Grundstück unseres Nachbarns.  Allerdings hat er es nicht so genau mit den Grenzen genommen. Er hat uns auch nicht informiert oder gefragt, wo denn die Grenze verläuft. Er hat einfach entlang einer imaginären Linie bei im Atlantischen Regenwald heimische Bäume gepflanzt. Meine Oma würde sagen, die Linie ist so ausgefallen, "wie der Bär soacht". Ich weiss auch nicht, welchen Sinn das macht, zum Ausgleich eines Umweltvergehens in einem schon bestehenden Wald Bäume zu pflanzen. Eigentlich so...