Samstag, August 26, 2017

Fallen für stachellose Bienen


Wieder da. 

Bienenfalle aus Plastikflasche
Haben Bienenfallen in Bäumen versteckt. Damit die Bienen sie auch finden, sind sie mit Propolis ausgespült worden. Jetzt heißt es warten, bis sie bevölkert werden.

Anziehen sollen sie die in Brasilien heimischen Bienen, die "meliponíeas". Anders als die in Europa arbeitenden Honigsammler haben sie keinen oder nur einen verkümmerten Stachel.

Etwa 250 Arten dieser "abelhas sem ferrão" gibt es in Brasilien. Sie sind kleiner als die europäischen oder afrikanischen Bienen, sammeln aber genauso fleißig. Im Atlantischen Regenwald sind sie für 90 Prozent der Bestäubung verantwortlich. Etliche stehen aber auf der Roten Liste, verdrängt von der europäischen Art und auch, weil ihre Lebensräume zunehmend zerstört werden.

Ihr Honig ist flüssiger und würziger. Die Indios sagen ihm Heilkräfte nach. 

In "unserem" Wald haben wir in hohlen Baumstämmen Nester von ihnen entdeckt. Ihr Eingang ist ein Wachsgebilde, das je nach Art wie ein Ohr oder ein Schnabel aussieht. 

Damit wir wissen, wie wir die heimischen Bienen anziehen und Honig gewinnen können, haben wir bei der Organisation zum Schutz des Wildlebens (SPVS) einen kleinen Kurs gemacht. Noch müssen wir aber etliches lernen, wie Geduld.
Jeden Tag laufen wir durch den Wald, um zu sehen, ob sie schon in unsere Plastikflaschen eingezogen sind. Geduld. Sie sind wählerisch. In Nachbars Schuppen hat indessen ein Schwarm europäischer Bienen sein Quartier aufgeschlagen. Hoffentlich kommen sie nicht den heimischen Bienen in die Quere.

Wahrscheinlich werden wir ein Bienenfest  machen, wenn sie endlich Einzug gehalten haben.

So sieht ihr provisorisches Nest aus, das sie in den
Plastikflaschen anlegen. Ist es "reif", wird es heraus-
geschnitten und in ihr neues Schlösschen gelegt.
So sieht ihr neues Schlösschen
aus, das bei der Organisation
SPVS steht, etwa 4 Km von uns
entfernt. So ähnliche Häuschen
werden wir auch bauen, vielleicht
aus Bambus...




Keine Kommentare: