Samstag, August 27, 2016

Rohrbruch der x-te


Irgendwo plätschert es idyllisch vor sich hin. Bilder von einem kleinen Wasserfall steigen in mir auf. Dann gesellt sich das von dem Zimmerbrunnen dazu, den mir meine Ma mal aus Ton gebastelt hat. Während ich so den gerade umgesägten Bambus ausaste, genieße ich das Geräusch des Wasserfallbrunnens.

Stopp. Wir haben keinen Plätscherbrunnen und es ist auch kein Wasserfall in der Nähe. Dann ganz langsam kriecht die Gewissheit vom vollen Wasserreservoir in meine Gedanken. Also lass ich alles stehen und liegen, laufe zum Haus und drehe den Haupthahn zu. Ich schnappe mir einen Kübel und laufe ums Haus herum, um ihn unter den Überlauf zu stellen und das Wasser aufzufangen. Aber da ist alles trocken. Eigentlich müsste es da doch plätschern. Wenn das Reservoir voll ist, ergießt sich der Überschuß normalerweise über das Überlaufrohr. Nur dieses Mal nicht.

Mist. Wo  kommt das Plätschern her? Nein, es wird doch nicht schon wieder das Rohr über dem Bad geplatzt sein? Kurz später stehe ich im Bad und schaue zur trockenen Decke hinauf. Dann stehe ich in der halbfertigen Wohnküche und schaue vor mich hin, während es fröhlich weiter plätschert. Wie lange braucht so eine Menschin, bis sie das Problem erkennt?

Dann sehe ich die Quelle des Geräusches. Das Wasser fließt die Wand herunter. Rohrbruch über der Holzdecke, dort wo das Verbindungsstück für den Wasserhahn der Spüle sitzt.

Zwischen unserem neuen Kachelofen und der Wand hat sich ein Schwimmbecken gebildet. In dem trohnt mittendrin das Sofa.

Rohrbruch der weiß nicht wie vielte. Jetzt werden wir es so machen, wie Geraldo vorgeschlagen hat. Unters Dach kommt statt der hier üblichen Plastikrohre ein Hochdruckschlauch und fertig.

Seufz. Die Arbeit will nicht ausgehen. Ich glaube, ich gehe jetzt erst einmal zur Nachbarin, um einen Kaffee  zu trinken...

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