Dienstag, November 10, 2015

Bromelien als Leibspeise


Na, habt ihr heute schon eure Bromelie gegessen?

Ich wette mit euch, dass ihr in eurem Leben schon einige Bromelien verschlungen habt!

Zumindest habt ihr Stückchen von ihrer Frucht gegessen. Schließlich ist die Ananas eine Bromelie. 

Auf der Ilha do Mel (Eine Trauminsel in der Bucht von Paranaguá) habe ich sie schon wild wachsen sehen. 

Wir haben auf unserem Sítio ein paar zwischen den Bananenstauden gepflanzt. Das ist ganz einfach. Die  von der "Abacaxi", wie sie hier heißt, abgeschnittene Krone wird einfach auf die Erde gelegt und fertig. Sie muss nicht einmal eingegrabe werden. Wenig später fängt sie schon zum Treiben an. Und mit etwas Glück gibt es dann im nächsten Jahr schon eine Frucht. Die Stauden, die eher im Schatten stehen, brauchen ein wenig länger.

Die Früchte sind kleiner, aber dafür noch süßer, als die aus dem Supermarkt. Wir verarbeiten sie zu Saft, Caipirinha oder essen sie einfach so.

Winzigste Früchtlein macht die "Abacaxi anão", die Zwergananas. Sie hat aber äußerst stachelige Blätter und dient nur der Zierde.


Zum Vergleich, hier eine Ananasverwandte, die als Aufsitzerpflanzen auf den Bäumen wächst. Sie ist eine meiner Lieblingsbromelien,. 

In der Mata Atlântica (Atlantischer Regenwald) gibt es ewig viele verschiedene Arten. In dem Trichter, der durch ihre Blätter gebildet wird, sammelt sich Tau- und Regenwasser, das für einige Froscharten einen kleinst-Teich ergibt. Auch die Baumaufsitzer-Bromelien können gegessen werden, d.h. ihre Herzen sind eßbar. Die Ansätze der jungen Blätter sind weich und bei Affen eine beliebte Speise.

Die Tilandsie, die ihr sicher schon einmal auf einem Stein geklebt gesehen habt, ist übrigens auch eine Bromelie, die an Stamm und Zweigen der Bäume wächst.

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