Donnerstag, Mai 02, 2013

Licht in Sicht

Jipih, so wie es aussieht, werden wir nun doch bald Strom bekommen.

Vergangene Woche hatte ich die Hoffnung ja schon fast aufgegeben. Über vier Jahre kämpfen wir inzwischen um einen Stromanschluss. Der nächste Strompfosten ist wohl gemerkt nur 500 Meter von unserem Häuslein entfernt, aber die Bürokratie und der sture Ex-Besitzer unseres Grundstücks haben es geschafft, alles zu verzögern und zu einem scheinbaren unüberwindbaren Hindernis auszubauen.

Nur ganz kurz die Geschichte: der Ex-Besitzer hatte uns das Grundstück ohne Genehmigung der Umweltbehörde verkauft, was hier aber per Gesetz bei ländlichen Grundstücken notwendig ist. Damals wussten wir davon nichts. Wir waren auch nicht die einzigen, die das nicht wussten. Insgesamt 15 Käufer kauften genauso blauäugig wie wir. Wir hatten uns damls zwar bei der Umweltbehörde erkundigt und auch beim Stromkonzern, aber wir wurden nicht auf dieses Problem hingewiesen. Also kauften wir, in der Annahme ein einfacher Antrag zum Stromanschluss genügt.

Wir machten unsere Reserva Legal. Per Gesetz müssen alle ländlichen Grundstücke mindestens 20 Prozent ihrer Fläche dem Naturschutz widmen, d.h. die 20 Prozent dürfen in keiner Weise verändert werden. Neben dieser Reserva Legal müssen natürlich auch die 30 Meter Uferrandstreifen entlang kleiner und kleinster Bäche geschützt werden, so wie so ziemlich alle anderen Biotope auch. Bei uns kein Problem. Etwa die Hälfte unseres Grundstückes (3,5 Hektar) ist dem Naturschutz gewidmet und das ist auch gut so. Ausserdem haben wir noch ein Georeferenciamento machen lassen, eine Vermessung des Grundstücks per GPS und mit den Daten zentral registriert. Wir dachten, damit erfüllen wir alle Anforderungen.

Weit gefehlt. Etwa 2 Jahre dauerte es, bis der Ex-Besitzer seine Dokumente in Ordnung brachte und die Umweltbehörde unseren Stromantrag genehmigte.

Dann kam der Stromkonzern.

Es regnete immer wieder neue Ausreden. Bis es mir zu viel wurde und ich alles ins Internet stellte (queremosluz.blogspot.com). Dann kam ein wenig Bewegung ins Spiel. Noch mehr Bewegung kam, als Alessandro einen Landtagsabgeordneten einschaltete.

Doch plötzlich lahmte wieder alles. Und ich schrieb völlig ungehemmt eine harsche Kritik über den Stromkonzern auf meinen Blog. Fertig.

Heute kam der Anruf: nein, nein, alles auf den Weg gebracht. So alles gut geht wird der Strom noch vor Weihnachten angeschlossen.... Weihnachten..... naja, imerhin....

1 Kommentar:

mondin hat gesagt…

Vor Weihnachten ...
haben sie Euch gesagt,
welches Jahr Weihnachten ???
Kleiner Scherz,
nein, ich hoffe und wünsche Euch wirklich, dass Ihr BALD, aber GANZ BALD Euern Stromanschlus bekommt !!!

Beijos
Ursel