Donnerstag, Juli 31, 2008

Mein Geburtstagsgeschenk und ich

Ha, was braucht mein Süsser einen Laden, um mir ein Geschenk zu machen?
Er hätte mir ja gerne die Welt zu Füssen gelegt, hat er gesagt, eine Perlenkette und Diamanten gekauft. Doch Letzteres kombiniert nicht so sehr mit seinem Geldbeutel und zum Glück auch nicht mit meinem Lebensstil. So habe ich ein viel, viel besseres Geburtstagsgeschenk bekommen.

Hier ist es, mein Geburtstagsgeschenk und ich.

Ich durfte sogar auswählen. Wir waren zusammen draussen, beim Landesinstitut für Landwirtschaft (IAPAR). Der Mond stand günstig und der Chef des Institutes hat uns am Morgen grünes Licht zur Bambusernte gegeben. Am Nachmittag sind wir losgezogen. Haben gestaunt, bewundert und gesägt. Solange, bis ein kleiner Haufen vor uns lag und nichts mehr ins Auto reinpasste. Am Nachmittag deshalb, weil dann weniger Saft in den Pflanzen ist. Auch wenn der Bambus wie Holz aussieht. Unser Auto hat nach frisch gemähten Gras gerochen. Ist ja auch ein Gras, der Bambus.

Jetzt haben wir eine kleine Auswahl. Von ein paar Bambussen werden wir Ableger machen. Die anderen werden wir mit Borsalz behandeln, um sie gegen Käfer und Termiten zu schützen. Dann werde ich damit ein Bettgestell bauen und den Rest nehmen wir dazu her, um auf unserem Grundstück eine Art Plattform zu bauen, die mit einer Plane eine Art Zelt ergeben wird, in dem wir zur Not nächtigen können, wenn wir mal die Zeit vergessen und uns die Nacht überraschen sollte.

Es gab aber noch ein paar sehr schöne Geschenke. Ein Paket von meiner Mama, mit einer Kaffeekanne drinnen. Ein Paket von meiner Schwester mit Sockenwolle und Fotos. Und die Zustimmung vom Syndikat für ländliche Arbeiter zum Antrag, mit dem wir nun beim Amt für Kolonialisierung einen Antrag stellen können. Abholen können wir die Zustimmung zwar erst nächste Woche, aber immerhin wissen wir jetzt schon, dass es weiter geht.

Was war das ein schöner Geburtstag - mein 44ster...

Kommentare:

Zwillings-Sonne hat gesagt…

Liebe Gabriela - alles Gute für dich zum Geburtstag und besonders zu jedem Nicht-Geburtstag!
"Amt für Kolonialisierung", soso ... das ist ja wie bei uns hier mit den Gesetzen vom Herrn Hitler, die immer noch gültig sind. Da haben die Braslianer wohl auch ein paar Kleinigkeiten vergessen.
Der Bambus ist ien Gras, schreibst du, und gerade wird mir das erst mal klar. Ich stelle mir ja öfter mal die Welt mit vertauschten Größen vor, also sagen wir mal zum Beispiel mit menschengroßen Tauben und taubengroßen Menschen etc. pp. ... Perpektivwechsel halt.
Faszinierend, so hohes Gras! Und ich stehe auch auf Bambusmöbel - schaue schon immer im EBay nach netten Teilen für´s neue Heim (welches noch nicht materialisiert ist).
Liebe Grüße aus dem schönen Sommer hier, Zhati

Anonym hat gesagt…

.....das klingt alles sehr "mafiös",...mit den "Behörden",...und ihren Bezeichnungen...
Auch von mir alles erdenklich Gute zum Geburtstag!!!
Grye Owl

der Gauzibauz hat gesagt…

Liebe Gabriela,

zum Geburtstag alles Liebe und Gute,
möge auf all deinem Tun alle Zeit Segen liegen.

Ganz liebe Grüsse//Erika

Anonym hat gesagt…

liebe lulu,
jetzt versuche ich es einmal über diese adresse, nachdem du scheinbar all die gmx-sendungen nicht erhalten hast. alles gute nachträglich und schön, dass es mit bzw. auf dem grundstück endlich weitergeht. ich halte mich auf dem laufenden. hier in rio ist viel passiert, aber davon ein ander mal. beijo, nini.

Juansi hat gesagt…

Hallo liebe Gabriela, auch von mir die allerherzlichsten Glückwünsche zu Deinem Schnapszahlgeburtstag. Und der Bambus sieht sehr beeindruckend aus. Ich bin so gespannt auf Euer Häuschen und die Möbel.
Herzlichst Juansi

Ursel hat gesagt…

Uuups,

von mir auch noch liebe Grüsse und parabéns !!!
Muita felicidade !!!
Und viele schöne Arbeit an der frischen Luft...

Beijos
Ursel

Gabriela hat gesagt…

Hallo Mädels,

vielen Dank für all die lieben Wünsche!!!

Ja, das mit den Ämtern hier ist wirklich erstaunlich und teilweise sehr antiquarisch anmutend. In etlichen wird sogar noch auf der Schreibmaschine getippt und alles Papier in riesigen Aktenschränken verwahrt. Und in manchen erkennen sie kein Original an, sondern wollen eine beglaubigte Kopie sehen. Interessant ist auch, dass Anträge scheinbar schneller bearbeitet werden, je mehr Papier du dem Antrag zufügst. Morgen versuchen wir es beim nächsten Amt, dem Umweltamt - mit 24 Seiten Papier! Bin ja gespannt...

liebe Grüsse
Gabriela

@ Nini, werde dir meine andere Mailadresse schicken...

kvinna hat gesagt…

Grashalme als Bettgestell, was für ein schöner Gedanke... Syndikat, das assoziiert merkwürdig, in der Tat... Schreibmaschine und Kopierpapier, das hat's in Mitteleuropa auch noch hie und da... und vielleicht braucht's wegen Faust soviel Papier:"Nur was man schwarz auf weiß besitzt..." verflixt, oder war das Götz von Berlichingen...

Heeey, von Herzen alles Liebe zum Geburtstag von einer irritiert zu spät Gekommenen...