Samstag, März 22, 2008

Für Sabine


Der Bach der sich längs durch unser Grundstück zieht, gleicht mehr einem Graben und ist nur an dem Eck vom Waldweg aus zu sehen. Oberhalb des Waldweges ist so etwas wie ein kleiner Teich oder eine Aufweitung des Baches. Durch einen kleinen Tunnel unter dem Weg fliesst er dann zu uns, der Bachgraben.

Schon nach ein paar Metern ist von ihm allerdings nichts mehr zu sehen. Der Urwald kleidet ihn vollständig ein.



Vorraussichtlich wird das auch so bleiben, da der Bach samt Uferstreifen ebenso wie der Sumpf im unteren Teil als Naturschutzfläche dienen sollen. Immerhin müssen wir ja 20 % der Fläche dafür ausweisen. Wahrscheinlich wird es mehr sein, wenn wir alles zusammen rechnen. Das macht nix. Im Gegenteil, ein bisschen Wildnis auf dem eigenen Flecken ist ganz gut. Ich wollte schon immer mal ein kleines Naturschutzfleckchen besitzen. Ha. Ausserdem werden die Lebewesen der Naturschutzecke für ein besseres Klima und für die Kinderstube von Nützlingen sorgen, damit dort, wo wir verschiedene Kulturen anbauen werden, nicht so viele Probleme auftreten werden.

Ob wir ein wenig Wasser ableiten werden, um ein kleines Wasserrrad zu betreiben, steht noch nicht fest. Dazu wäre ein eigenes Genehmigungsverfahren notwendig. Abgesehen davon ist aber auch der Alessandro noch skeptisch. Ich fände es gut. Mit dem Wasserrad könnten wir das Wasser aus der Zisterne und unser Trinkwasser hoch zum Reservoir pumpen und wären dabei nicht auf Strom angewiesen. Alessandro sagt indessen, es wäre ein Eingriff in die Natur. Eingreifen müssen wir aber so und so, wenn wir dort leben wollen. Und so gross ist der Eingriff ja nicht. Immerhin ist es kein Bach, in dem grosse Fische leben, eben weil er viel zu versumpft ist. Ein wenig Wasser abzuzwacken wäre also nicht wirklich ein Problem. Ich fände es toll. Dann könnte ich gemeinsam mit Robbi singen: "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach...". Robbi hat sich seinen Traum von der Energieunabhängigkeit schon vor über 16 Jahren erfüllt. Zuerst mit einer Wasserturbine. Dann kam die Idee von einem Windpark dazu und dann noch ein paar Biogasturbinen. Damals war das alles noch nicht so "In" und Robbi war ein richtiger Vorreiter, der, klar, von den meisten erst einmal als Spinner eingestuft wurde, bis sich zeigte, dass sich mit seinen Ideen Geld verdienen lässt.

Huch, ich muss raus. Alessandro hat das Osterfeuer entfacht. Jippih, jetzt gibt es gleich mal ein Stück Osterfladen am Feuer....

Kommentare:

Gardagami hat gesagt…

See here or here

der Gauzibauz hat gesagt…

Ich wär auch für ein Wasserrad!
Das hat was und ich träum auch von Stromunabhängigkeit!
Hier überleg ich zeitweise ob der Wind genutzt werden könnte. Mir ´derbröselt´s alle Windrädchen, soviel Power kommt da raus!

Anonym hat gesagt…

Hallo Gauzibauz,
also, der Robbi, von dem ich da geschrieben habe, der hat das mit dem Windrad in der Rhön gemacht. Allerdings waren das diese Riesenedelteile. In der Bambus-gruppe im Internet habe ich gesehen, dass sie sogar schon eins aus Bambus gebaut haben, was ganz gut funktionieren soll. Wichtig ist wohl, dass das Rad selbst nochmal auf einem Kugellager aufsitzt, damit du es bei Bedarf "aus dem Wind" stellen kannst, dann wird es auch nicht "zerbröselt". Aber ich glaube, hier in Brasilien ist das einfacher, so ein unnormiertes Teil aufzustellen, als in D... Wenn ich mir's recht überleg, könnten wir ja Sonne, Wind und Wasser nutzen. Werde meinen Süssen wohl noch bearbeiten müssen...
liebe Grüsse
Gabriela

der Gauzibauz hat gesagt…

Hallo,

ja und die Stromriesen! Drum verkopf ich mich da nicht. Aber toll wär´s schon :)

Ursel hat gesagt…

Wo Du da den Bach so ablichtest :

wir haben letzte Woche nachts einen wunderschönen Film über Cora Coralina's Erzählung "As tranças de Maria" (Die Zöpfe Maria's) gesehen.
http://cabecadecuia.com/drops/2008-03-18/tv-cultura-apresenta-o-premiado-filme-as-trancas-de-maria-20463.html
Ich werde anfangen, von ihr zu lesen.

LG Ursel