Samstag, Juni 30, 2007

was bin ich für ein Typ?

Ich war mal in so einer Farb- und Stilberatung. Lange ist es her. Ob ich nun ein Herbst-, Sommer-, Wintertyp bin, habe ich längst vergessen. Ich kann mich nur noch daran erinnern, mit welcher vehemenz die Beraterin versucht hatte, mir einzureden, welche Farben mir gefallen und das hatte mir gar nicht gefallen.

Seit ein paar Wochen beschäftige ich mich wieder mit der Frage, "was für ein Typ bin ich eigentlich?". Was soll ich sagen? Ich habe nicht die geringste Ahnung.

Kühle Blautöne gefallen mir ganz gut. Schaue ich mich in meiner Wohnung und dem Kleiderschrank um, sehe ich, dass ich Rot und Orange noch lieber mag. Orange und Rot, warme und in Europa einst königliche Farben, weil sich das Rot nicht so einfach herstellen liess. Krapprot gab es. Aus einer Pflanze. Mit der Zeit verbraunte das Rot aber. Blau war einfacher, dank Indigo und Lapislazuli. Grün wie Smaragd ist auch nicht schlecht. Eigentlich gefallen sie mir alle, die Farben des Regenbogens, des gebrochenen Lichtes. Das Blöde ist nur, dass ich mich wenigstens für einen Grundton entscheiden sollte.

Ich habe tatsächlich angefangen, meine Homepage zu überarbeiten. Dieses Mal soll alles anders werden. Nicht nur der Aufbau. Auch die Farben. So um die 200 Entwürfe habe ich schon gemacht. Und wieder verworfen.

Irgendwie sollten Farben und Gestaltung meine Einstellung, meine Arbeit, meinen Typ widerspiegeln. Anfangs waren die Entwürfe eher linienhaft, klar geordnet und etwas rechtwinkelig. Zu eckig, befand Alessandro. So bist du doch gar nicht. Danke.

Es setzte die runde Phase ein. Zu barock und kantenlos. Die Mischung von rund und eckig lässt noch zu wünschen übrig. Und erst die Farben. Von den Entwürfen in Orange habe ich mich wieder getrennt. Zu heiss. Einer in blauen Meerestönen hat mir ganz gut gefallen. Zu kühl, meinte Alessandro. Ich versuchte es mit grünen Blättern. Immerhin stammen die aktuellsten Geschichten von der Terra verde, der grünen Erde, aus Brasilien, dessen Nationalfarben grün und gelb sind. Alessandro setzte einen roten Klecks hinein, weil es mir zu eintönig grün war. Anfangs war ich begeistert. Ich glaubte schon, meinen Entwurf gefunden zu haben. Dann warf ich zufällig einen Blick auf einen der blauen Entwürfe und kam wieder ins Wanken. So wanke ich nun dahin, von einer Idee zur nächsten und zurück.

Werde morgen mal ein paar Entwürfe bloggen, um zu erfahren, was ihr so denkt...

Kommentare:

Ursel hat gesagt…

Ich mag mich nicht auf einen Typ festlegen lassen ;)
Im Gegensatz, ich liebe es, mich selbst und andere zu überraschen mit Veränderungen.

Bin gespannt auf Deinen Blogentwürfe !

LG Ursel

kvinna hat gesagt…

Ich habe mal so eine Typberatung mitgemacht, weil sie von der Firma bezahlt wurde, bei der ich arbeitete und das ganze fand innerhalb einer Gruppe statt.

Mich hat gestört, dass jede für sich immer das Beste aus ihrem Typ machen sollte, j-e-d-e-r-z-e-i-t!

Ich finde, jedes Lebewesen hat das Recht, unperfekt auszusehen, wenn die Lage grade mal so ist.

Oder?