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Erbe der Paralympics Rio 2016

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Es mag darüber diskutiert werden, ob es sinnvoll ist, soviel Geld für einen Megasportevent auszugeben, während es gleichzeitig an allen Ecken mangelt und Finanzmittel beispielsweise für eine ausreichende Gesundheitsversorgung fehlen. Die Paralympics haben es zumindest aber geschafft, dass einige der Alltagsprobleme von Menschen mit Behinderung sichtbar geworden sind. In einem Land, in dem noch so viele Hürden genommen werden müssen, um einen einigermaßen akzeptablen Lebensstandard zu bieten, steht das Thema der Zugänglichkeit nicht wirklich im vordersten Bereich der "Noch-Zu-Tun-Liste". Sie wird eher als Luxus angesehen, statt sie von Anfang an bei allen Planungen einfach zu integrieren. Die Gesetze sind eindeutig. Hin und wieder werden sie auch eingehalten. Zumindest in den Zentren der Großstädte wie São Paulo und auch der Paralympics-Stadt Rio de Janeiro wird mittlerweile mehr darauf geachtet, dass alle Menschen öffentliche Plätze und Gebäude ohne große Probleme b...

Rio 2016 mit Hindernissen

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Olympische Ringe mit Pflanzen aus unserem Regenwald Wir schlängeln uns herum, um die "Obstáculos". Schwupp kommt schon wieder eins.  Kaum stehen die Fußballer auf dem "campo" macht es plopp und wir versinken in der Dunkelheit. Der Sturm des Kerzenturms beginnt. Zack gibt es eins gegen das Schienbein. Die Bank ist im Weg gestanden. Rums fällt all der Krimskram aus dem kleinen Regal, auf dem das Telefon steht und das irgendwo in seinen Fächern die jetzt so dringend notwendigen Kerzen beherbergt.  Wir finden sie und als Belohnung bekommen wir kurz nach dem Anzünden der alternativen Lichtquelle wieder Strom ins Haus.  Die Seleção spielt immer noch so völlig lustlos vor sich hin. Viel haben wir nicht verpasst, Tor ist ja auch keins gefallen.  Wir schaffen es sogar, die Pause zwischen den Halbzeiten ganz ohne Stromausfall zu verfolgen. Bevor es wieder Dunkel geworden ist, habenwir  so Wichtiges wie Werbung gesehen und die enttäuschten Kommentare...

Wir olympiadeln

Jetzt hat sie angefangen, die Olympiade. Zwei Tage vor der eigentlichen Eröffnung hat der Frauenfußball den Auftakt gegeben. Schön haben sie gespielt, die Fußball-Mädels Brasiliens. Und ich darf darüber schreiben. Da kommt auch schon das erste Dilemma: FrauenMANNschaft. Warum heißt es eigentlich "FrauenMANNschaft"? Wenn die Männer spielen sagt ja auch keiner "HerrenMANNschaft". Ich hätte ja auch die "Frauenelf" schreiben können. Aber das hört sich an wie Elfen. Passt nicht wirklich zum Fußball. Obwohl, wenn jemand schreibt, "die Löw-Elf" denkt ja auch keiner an tanzende Elfen. Team?  "Das Team der Marta", der Brasilianerin, die fünfmal zur besten Fußballerin der Welt gekürt worden ist. Geht auch nicht. Bei Team steigen Bilder von einer Arbeitsgruppe in mir auf, die irgendwo mit geschniegelten Anzügen in gläsernen Sälen herumsitzt. Ja Herrschaftzeiten, dann bleibt ja nur noch die FrauenMANNschaft, wo doch die Männer da gar nich...