Eifersucht, Baumwahlen und Achterbahnen
Ob ich mich wohl jemals an diese Achterbahn gewöhnen werde? Es fällt mir zunehmend schwerer, das nächste Hoch mit Freude zu begrüssen. Weiss ich doch, dass es danach wieder bergab geht. Auf und ab. Immer wieder. So viel ist passiert, dass ich noch gar nicht alles einordnen kann. Nachdem ich Seu Sebastião eine kleine Anzahlung gegeben und ihn zur Arbeit ermahnt hatte, hat er es tatsächlich geschafft, den restlichen Grenzstreifen von Gras und Gestrüpp zu befreien. Er hat den Sumpf gesichelt. Seine Benzin-Sense ist immer noch kaputt. Als wir vergangenes Wochenende auf dem Grundstück waren, kam er angetrottet. Wir waren gerade dabei, einen kleinen Pfad zu einem der Bäche anzulegen. Der Vermesser wollte es so. Also sind wir mit Machete und Knoblauch losgestiefelt. Der Knoblauch soll die Schlangen fernhalten, glaubt Alessandros Mutter. Vorsichtshalber betet sie aber auch noch bei ihrem täglichen Gang in die Kirche dafür, dass uns kein Unheil geschieht und uns eine Begegnung mit Giftschlangen...