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Our house - in the middle of the woods...

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Ist es nicht schön, unser Häusle... und da mittendrinnen im Rohbau steht unser improvisierter Holzherd. Mit ordinären Ziegelsteinen gebaut und mit weissem Lehm verschmiert. Funktioniert super. Habe sogar schon Brot da drinnen gebacken. Leckere Sache. Das "Chapa" (Eisen) hat uns ein bekannter beim Alteisenhändler besorgt. Und die mittelalterlichen Fackeln rund herum sind Marke Eigenbau.... So lange es Winter ist, wird nachts jetzt eingeheizt und morgens Holz geklaubt. 10 Grad bei einer Luftfeuchte von nahezu hundert Prozent sind einfach zu kalt. Da beisst die Maus keinen Faden ab. Jetzt werden zuerst Leerrohre für Kabel verlegt (falls mal Strom zu uns kommen sollte, ist dann schon alles vorbereitet...). Alessandro muss noch die restlichen Löcher zwischen Dachstuhl und Mauerwerk flicken. Dann wird aussen verputzt und innen verputzt und dann alles vorbereitet, um den Boden zu betonieren. Erst dann wird der provisorische Ofen abgebaut. Wer weiss, vieleicht ist es bis dahin ja sch...

Chaos, Erdrütsche, Überschwemmungen - 11. März 2011

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Als Japan von einem schweren Erdbeben und einer Tsunami getroffen wurde, war an der Küste Paranás (einem Bundesstaat im Süden Brasiliens) Land unter.  Wochen hatte es schon geregnet. In der Nacht vom 10. auf den 11. März ergossen sich jedoch ungeahnte Wassermassen auf die Küste und seine Bewohner. Die ganze Nacht hindurch schüttete es ohne Unterlass. Alessandro und ich haben im Regen noch schnell Abflussgräben erweitert und Barrieren gebaut, damit unser Häuslein nicht überflutet wird. Es hat funktioniert. Wir sind im Trockenen geblieben. Am Morgen danach sah alles wieder ganz friedlich aus. Die Himmelsschleusen waren wieder geschlossen, die Vögel zwitscherten und der Tag kündigte sich an, als würde es ein ganz normaler Tag wie immer werden. Dem war nicht so.   Wie immer bin ich morgens mit den Hunden Gassi gelaufen, auf unseren Waldweg entlang zur Teerstraße vor. Erst da sah ich, was die Kraft des Wassers in unserer unmittelbaren Nachbarschaft angerichtet hatte.  Ent...

Viecherei - mit allem Respekt

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Ein Grashupfer bewacht meine "Toiaba" Toiaba ist zu meinem Lieblingsgemüse geworden. Zum Einen, weil es eins der wenigen Gemüse ist, das trotz unseres schlechten Bodens hervorragend wächst. Zum anderen, weil die Blätter angedünstet mit Zwiebeln fast so wie Spinat schmecken - und einmal abgeschnitten wachsen sie rasend schnell wieder nach Wanze mit Pumphose Star Wars lässt grüssen-

Versatzgrube Teil eins

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Der erste Teil der Versatzgrube ist fertig. Es war gar nicht so einfach, den selbstgebauten Betonring in die Grube einzulassen. Drei kräftige Männer, ein wenig Bambus und ein paar ratgebende Frauen waren nötig. Nach etwa einer Stunde sass das Ding endlich in der Grube. Die Rohre zur Toilette haben wir schon angeschlossen. Nebendran haben wir zudem bereits eine weitere Grube ausgehoben. Ein wenig kleiner. Dort soll das Grauwasser, Wasser von Duschen und Spüle gesammelt und in einem Steinfilter schon vorbehandelt werden. Danach geht es zum Wetland, wo Rohrkolben und andere Pflanzen die restliche Klärung übernehmen werden. Bin schon dabei Zyperngras zu ziehen. Habe von einem Bekannten ein paar Stecklinge bekommen. Nebenbei bereiten wir immer noch den Dachstuhl vor. Das heisst wir sind bei den Vorarbeiten dazu. Die tragenden Säulen sollen nämlich aus Bambus werden. Der meiste ist schon behandelt, muss aber noch gewaschen, gestrichen und auf die richtige Länge gesägt werden...

Mitten in der Wildnis

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Gleich hinter dem Hüttlein hat Alessandro einen Weg in den Busch geschlagen. Der führt zu unserem Bach. Naja, der Bach gleicht eher einem verwilderten Graben. Ziemlich zugewachsen und verschlammt. Wir haben ein paar Bambusstangen hineingeworfen und Bretter darauf gelegt. Unsere Brücke zum anderen Teil des Grundstückes. Das war bisher Terra Incognito. Seit Kurzem gibt es aber auch da ein paar Wege. Schliesslich wollen wir dort im Schatten der Bäume noch ein paar weitere Bambusarten pflanzen... Momentan sind wir allerdings mit den Vorbereitungen zum Bau unseres Dachstuhls beschäftigt. Während ich hier tippe, pinselt der Alessandro die Dachlatten an....

bambussianas

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Ja, sucht nur. Ihr werdet ihn nicht finden, den Bambus. Auf dem Foto jedenfalls nicht. Das habe ich gemacht, mit einem der Bambus im Rücken. Ein eher dünner Bambus, dessen Halme einmal 6 bis 8 Zentimeter Durchmesser haben werden, wenn er ausgewachsen ist. Statt Bambus seht ihr unser Sítio. Ganz im Hintergrund unser Hüttlein samt An-Rohbau. In der Mitte "meine" Baumfarne und vorne links eine Reihe mit Königspalmen und noch weiter links davon der Beginn meiner Hibiskushecke... Unser Bambus wächst. Selbst der Guadua chacoensis hat schon ein paar Meter hohe Halme in den Himmel gestreckt. Der Dendrocalamus asper treibt zum zweiten Mal in diesem Jahr aus. In zwei bis drei Jahren werden wir wohl endlich ein wenig unseres eigenen Bambus ernten können. Bis dahin klopfe ich überall dort an, wo ich verwertbaren Bambus sehe. Der meiste, den ich bisher benutze, ist von der Marcia. Sie hat einen Dendrocalamus asper. Eigentlich eine leckere Art Speisebambus. Das wissen auch die T...

sauber, neujahr verpasst...

schon ist´s passiert. Das neue Jahr ist schon fast eine Woche alt und mir ist es kaum aufgefallen. Es funktioniert immer noch nicht mit der Umstellung. So sehr ich es mir auch vornehme, es klappt nicht. Im Augusut, in unserem Winter, habe ich mich eigentlich ganz erfolgreich darauf programmiert, dass Weihnachten nicht vor der Tür steht. Trotz Glühwein, kühle zehn Grad und gegrillten Pinienkernen habe ich tapfer "Im Märzen der Bauer" gesungen. Schliesslich stand das Frühjahr schon nah. Auch im Frühjahr, im Oktober, ist es mir noch gelungen, mich auf das nun doch schon quasi bevor stehende Weihnachtsfest zu freuen. Dann kam der Dezember. Es kam die grosse Hitze, das Geschwitze und aus war's mit den guten Vorsätzen, dieses Mal Weihnachten und Silvester nicht zu vergessen. Es ist wie immer ganz schmerzlos vorüber gezogen. Still und heimlich. Schwupp, weg war Weihnachten. Schwupp, weg war das alte Jahr. Und ich schwitze immer noch. Immerhin scheint sich in meinen Synapsen, die...