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ich hab's getan und den Entwurf A online gestellt. www.geschichten-archiv.de jetzt fehlen nur noch die Geschichten....

Kleine Geschmacksumfrage

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Seit ewiger Zeit basteln wir am neuen Outfit meiner Homepage www.geschichten-archiv.de Mittlerweile sind wir ein bisschen blind geworden. Deshalb brauchen wir eure Hilfe. Denn: Wir können uns nicht entscheiden. Welcher Entwurf gefällt euch besser? Bei beiden fehlen noch die Feinarbeit, die Texte, das Menü. Sie geben aber schon einmal einen kleinen Eindruck davon, in welche Richtung es geht. Klar, ich habe meinen Favoriten. Auch Alessandro hat den seinen. Ich verrate aber noch nicht, wer, welchen Entwurf favorisiert. Ich will euch ja nicht beeinflussen und würde mich freuen, wenn ihr mir ganz unverblümt eure Meinung kund tut. Schon mal danke im Voraus! Entwurf A Entwurf B

Einsteins Tochter

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mach doch mal den Einstein. Klar, kann ich. Soll ich was über die Relativitätstheorie erzählen? Nö, du. Es reicht schon, wenn du die Zunge rausstreckst. Boah, ganz schön lange Zunge. Vielleicht ist ja auch nur der Kopf zu kurz im Vergleich zur Zunge. Alles relativ, eben. So sehe ich jedenfalls aus, nachdem ich den 362 Entwurf meiner zur Neugestaltung meiner Hompage wieder verworfen habe.

Besuch

Es fühlte sich an, wie eine Ewigkeit. Drei Tage waren es. Drei Tage mit J., einer Bekannten aus Miami. Eine kleine Ewigkeit, die schnell verging. Arme J. Sie hat sehr gefroren. Vor ihrem Besuch hatte ich ihr gemailt, dass wir Winter haben und sie ein paar warme Sachen einpacken soll, weil die Temperatur schon mal auf 10 Grad absinken kann und es wir keine Heizung haben. Nein, nein, sie wisse schon Bescheid und Kälte mache ihr nichts aus. Für Miamianer ist Kälte eine abstrakte Grösse. Frierend saß sie in der Küche, in eine Decke eingehüllt, vor dem Backofen, in dem ich Brot röstete, um so gleich ein wenig einzuheizen. "Du musst dich bewegen, dann ist es nicht ganz so schlimm", riet ich ihr. Von Bewegung wollte J. nichts wissen. Qui Gong und Yoga seien ihr zu anstrengend, teilte sie mir mit. Der Versuch eines Spaziergangs schlug ebenso fehl. Nach ein paar Schritten umhüllte mich ein Jammern. Ihre Ohren seien eiskalt, ihr Kopf friere trotz Kappe und überhaupt, wolle sie jetzt so...

globale Diskussion

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Ein paar Wälder gibt es auch in Deutschland noch... Ich weiss gar nicht, was der Anlass war. Plötzlich steckten wir mitten in einer Diskussion darüber, ob andere, ausser Brasilianer, darauf hinweisen dürfen, dass der Amazonasregenwald geschützt werden muss. Ein hier häufig gehörtes Contra-Argument ist, dass die Europäer, jetzt, wo sie in ihrer Heimat alles abgeholzt hätten, plötzlich den Brasilianern verbieten wollten Bäume zu fällen. Erst neulich stiess Präsident Lula bei der Konferenz über Biodiesel in Europa ins gleiche Horn. Der Amazonasregenwald gehöre den Brasilianern und würde sich nicht übers ganze Land erstrecken. Er habe den Europäern eine kleine Nachhilfestunde in Geographie gegeben, verlautbarte der Sprecher in den Abendnachrichten. Die Geographie-Nachhilfe war eine Antwort auf die Bedenken einiger Europäer, dass für den Anbau von Zuckerrohr, aus dem wiederum Biodiesel und Alkohol gewonnen wird, Regenwald abgeholzt werde. Leider geschieht das trotz Verneinung des Präsidente...

was bin ich für ein Typ?

Ich war mal in so einer Farb- und Stilberatung. Lange ist es her. Ob ich nun ein Herbst-, Sommer-, Wintertyp bin, habe ich längst vergessen. Ich kann mich nur noch daran erinnern, mit welcher vehemenz die Beraterin versucht hatte, mir einzureden, welche Farben mir gefallen und das hatte mir gar nicht gefallen. Seit ein paar Wochen beschäftige ich mich wieder mit der Frage, "was für ein Typ bin ich eigentlich?". Was soll ich sagen? Ich habe nicht die geringste Ahnung. Kühle Blautöne gefallen mir ganz gut. Schaue ich mich in meiner Wohnung und dem Kleiderschrank um, sehe ich, dass ich Rot und Orange noch lieber mag. Orange und Rot, warme und in Europa einst königliche Farben, weil sich das Rot nicht so einfach herstellen liess. Krapprot gab es. Aus einer Pflanze. Mit der Zeit verbraunte das Rot aber. Blau war einfacher, dank Indigo und Lapislazuli. Grün wie Smaragd ist auch nicht schlecht. Eigentlich gefallen sie mir alle, die Farben des Regenbogens, des gebrochenen Lichtes. ...

Armes reiches Brasilien

Manuele nickt mit dem Kopf in Richtung Strasse. Sechs Jungs ziehen am Restaurant vorbei. Unter die Arme haben sie Handtücher geklemmt. Zwei von ihnen tragen alte Decken lässig über die Schulter geworfen. Der Staub der Sandstrasse hat Hosen, Hemden, Gesichter in ein schmutziges Graubraun verwandelt. "Gleich werden sie um Essen betteln", sagt Manuele. Ein paar Augenblicke später tun sie es. Manuele zuckt nur mit den Schultern und verspricht, ihnen in der Küche etwas zusammenzusuchen. Sie setzen sich an den Rand der Sandstrasse. Zwei bleiben mit mir auf der Terrasse des Restaurants, um auf das versprochene Essen zu warten. In São Paulo und anderen grösseren Städten Brasiliens gehören Strassenkinder zum Alltag. Manche sind vor einem alkoholabhängigen oder drogensüchtigen Vater oder Partner ihrer Mütter weggelaufen. Andere haben die Enge der notdürftigen Unterkunft gegen die vermeintliche Freiheit der Strasse eingetauscht. Manche verdienen sich an Ampeln ein wenig Geld, verkaufen ...